Der HGV warnt: Wildcampen in Südtirol erreicht untragbare Ausmaße24 / 08 / 2024

Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Der HGV warnt: Wildcampen in Südtirol erreicht untragbare Ausmaße24 / 08 / 2024

Steigende Beschwerden und fehlende Kontrollen belasten lokale Gemeinschaften – der Hoteliers- und Gastwirteverband fordert sofortige Maßnahmen zur Eindämmung des Problems.

Das Wildcampen hat in einigen Talschaften Südtirols inzwischen ein Maß erreicht, das nicht länger tragbar ist, und die Beschwerden aus der Bevölkerung nehmen zu. Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) fordert deshalb von den zuständigen Behörden und Ordnungskräften, die Kontrollen zu verstärken.

„In Südtirol stehen rund 50 gut ausgestattete Campingplätze zur Verfügung, die den Campern sowohl Stellplätze als auch notwendige Dienstleistungen bieten. Wenn diese Plätze voll sind, ist die Kapazität erreicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass Camper ihre Fahrzeuge beliebig in der Natur abstellen können“, betont HGV-Präsident Manfred Pinzger. Die Intensivierung der Kontrollen sei daher dringend notwendig.

Die zuständigen Behörden müssen strikte Kontrollen der Parkregelungen vornehmen. Das Parken und Halten von Fahrzeugen, einschließlich Wohnmobilen und Campers, in Bereichen mit Park- oder Halteverboten muss konsequent geahndet werden, solange diese nur auf ihren Rädern stehen und keine Abflüsse ableiten.

Die italienische Straßenverkehrsordnung unterscheidet klar zwischen Parken und Campen. Sobald Keile unter die Räder gelegt, Stützen ausgefahren, Dachzelte geöffnet, Antennen oder Markisen ausgeklappt, Fenster, Türen oder Einstiegstreppen geöffnet und Tische oder Stühle aufgestellt werden, handelt es sich um Campen und nicht mehr um einfaches Parken.

„Die meisten Bauordnungen der Gemeinden erlauben Campen nur auf den speziell ausgewiesenen Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen. Bei Verstößen gegen diese Regelungen muss die zuständige Behörde die sofortige Entfernung der Wohnmobile oder Camper anordnen“, erklärt HGV-Direktor Raffael Mooswalder.

Der HGV weist darauf hin, dass weder Tourismusorganisationen noch Beherbergungsbetriebe Wildcampen fördern. Dennoch nimmt das Problem zu, und es sind wirksame Lösungen erforderlich. „Die Politik ist ebenfalls gefordert“, so der HGV. Es sei unverständlich, dass gastgewerbliche Betriebe immer wieder zusätzlichen Kontrollen und Auflagen unterworfen werden, während andere Bereiche unreguliert bleiben, schließt die Presseaussendung des HGV.

Offizielle Pressepartner