Tausende Fische im Aschlerbach verendet: „Katastrophe durch Wasserentzug“03 / 09 / 2024

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Tausende Fische im Aschlerbach verendet: „Katastrophe durch Wasserentzug“03 / 09 / 2024

Der Fischereiverband Südtirol meldete kürzlich ein massives Fischsterben im Aschlerbach bei Gargazon. „Auf den letzten Kilometern des Bachs kam es zu einer völligen Austrocknung, da das gesamte Wasser für Bewässerungszwecke abgeleitet wurde. Die Konsequenzen dieser Trockenlegung sind gravierend: Das gesamte Leben im Bach wurde vollständig zerstört“, erklärt der Verband in einer Pressemitteilung.

Foto: © FISCHEREIVERBAND SÜDTIROL

Anwohner berichteten von Tausenden toten Jungfischen, die im trockengefallenen Bachbett des Aschlerbachs entdeckt wurden. „Dank des Engagements einiger Anwohner, die die verbliebenen Pfützen mit Gartenschläuchen vor dem Verdunsten schützten, konnte das Ausmaß des Fischsterbens etwas reduziert werden“, erklärt der Fischereiverband Südtirol.

Besonders besorgniserregend ist, dass neben Aitel- und Forellenbrut auch zahlreiche Jungfische der Padanischen Barbe, einer in der EU geschützten Art, verendet sind. „Der Aschlerbach ist eines der wenigen Laichgebiete dieser bedrohten Fischart in Südtirol, daher sind die Auswirkungen dieses Vorfalls auf den Bestand derzeit nicht abzuschätzen. Leider ist dies kein Einzelfall. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen, da die Wasserentnahmen für die Bewässerung die Belastungsgrenze des Aschlerbachs und anderer kleinerer Wasserläufe bei weitem überschreiten“, so der Verband.

Der Fischereiverband Südtirol fordert daher dringend Maßnahmen, um landesweit die vorgeschriebenen Restwassermengen an den Wasserentnahmen sicherzustellen und die Biodiversität der kleinen Bachläufe in Südtirol zu schützen. „Es ist inakzeptabel, dass für den Nutzen einiger weniger Privatpersonen ganze Ökosysteme zerstört werden“, betont Alex Festi, Geschäftsführer des Fischereiverbands Südtirol. „Der Aschlerbach ist nicht nur Lebensraum für Fische, sondern auch für eine Vielzahl anderer Wasserlebewesen. Schon wenige Minuten ohne Wasserzufuhr können ihre vollständige Zerstörung bedeuten.“

Der Verband ruft daher zu einer ausgewogenen Balance zwischen den Wasserbedürfnissen der Landwirtschaft und dem Schutz der natürlichen Lebensräume sowie ihrer Artenvielfalt auf: „Das Fischsterben im Aschlerbach sollte als Warnsignal dienen, endlich die notwendigen Schritte zum Schutz unserer Gewässer und ihrer Lebewesen zu unternehmen. Wenn das Wasser selbst in einem relativ niederschlagsreichen Jahr wie diesem nicht ausreicht, können wir nicht mit gutem Gewissen in die Zukunft blicken.“

Foto: © FISCHEREIVERBAND SÜDTIROL

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