Ärzte machen mobil gegen IKIS-Blackout03 / 09 / 2024

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Ärzte machen mobil gegen IKIS-Blackout03 / 09 / 2024

Seit dem 1. September herrscht Unruhe unter den Hausärzten Südtirols. Der Grund: Ein plötzlicher Zugangsstopp zum Krankenhausinformationssystem IKIS. Statt auf die gewohnten Patientendaten zugreifen zu können, erhalten die Ärzte seit gestern nur noch eine Fehlermeldung: „Programm IKIS nicht gefunden“. Die Entscheidung, den Zugang zu sperren, wurde von Landesrat Dr. Hubert Messner getroffen und im Vorfeld angekündigt. Doch für viele Mediziner kommt diese Maßnahme einem schweren Rückschlag gleich.

Besonders betroffen zeigt sich die Gewerkschaft SNAMI, die die Interessen der Hausärzte in Südtirol vertritt. „Das ist wie ein Blackout“, so beschreibt die Pustertaler Vertreterin der Gewerkschaft, Dr. Astrid Marsoner, die aktuelle Situation. Die Ärzte sind nicht bereit, die Sperre kampflos hinzunehmen. Die Abkopplung von IKIS erschwert ihre Arbeit erheblich, da sie nun keinen direkten Zugang mehr zu wichtigen Patientendaten und Krankenhausberichten haben.

„Diese Entscheidung trifft uns völlig unvorbereitet“, erklärt Marsoner weiter. Viele Ärzte seien nun gezwungen, auf umständlichere und zeitaufwändige Alternativen auszuweichen. Die Gewerkschaft SNAMI plant daher, rechtliche Schritte gegen die Sperre zu prüfen und fordert die sofortige Wiederherstellung des Zugangs zum System.

Für die Ärzte steht viel auf dem Spiel. Ohne Zugang zu IKIS können sie wichtige Informationen zu ihren Patienten nicht mehr wie gewohnt abrufen, was die Versorgung und Nachbetreuung erschwert. Die Situation sei umso ärgerlicher, da IKIS über Jahre hinweg ein essenzielles Werkzeug in der Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Krankenhäusern gewesen sei.

Der Konflikt könnte in den kommenden Tagen weiter eskalieren, denn die Hausärzte von SNAMI sind entschlossen, ihre Forderungen durchzusetzen. Es bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen auf diesen Widerstand reagieren werden und ob eine Lösung gefunden werden kann, die sowohl die Ärzte als auch das Gesundheitswesen in Südtirol zufriedenstellt.

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