ADHS im Erwachsenenalter: Buchvorstellung in der Teßmann27 / 09 / 2024
Buchvorstellung und Gesprächsrunde am 3. Oktober mit den Autoren Andreas Conca und Giancarlo Giupponi

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, eine neurobiologische Störung, die häufig mit Kindern in Verbindung gebracht wird. Allerdings sind auch Erwachsene davon betroffen, was oft übersehen wird. Bei Erwachsenen äußern sich die Symptome anders als bei Kindern, was zu langen Diagnoseprozessen führen kann, insbesondere bei Frauen, die oft später oder ungenau diagnostiziert werden. Zu den häufigsten Symptomen bei Erwachsenen zählen:
- Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit über längere Zeit aufrechtzuerhalten
- Impulsivität
- Probleme bei der Organisation und Planung
- Innere Unruhe und Unkonzentriertheit
- Emotionale Schwankungen
Die genauen Ursachen von ADHS sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Kombination aus genetischen, neurobiologischen und umweltbedingten Faktoren eine Rolle spielt.
Was tun bei Verdacht auf ADHS? Eine genaue Diagnose sollte durch Fachleute wie Psychiater oder Psychotherapeuten erfolgen. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, da unbehandeltes ADHS oft zu Schwierigkeiten im Berufsleben, in zwischenmenschlichen Beziehungen und im Alltag führen kann. Die Behandlung umfasst meist eine Kombination aus Medikamenten und Verhaltenstherapie, um den Alltag besser bewältigen zu können.
Am Donnerstag, 3. Oktober, um 20 Uhr, werden die beiden Experten Andreas Conca und Giancarlo Giupponi ihr Buch „ADHS im Erwachsenenalter. Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten für einen besseren Umgang“ in der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann in Bozen vorstellen. Die Veranstaltung wird von Stefan Eikemann, Psychologe und Direktor der Familienberatungsstelle Fabe, moderiert und gemeinsam mit dem Athesia-Tappeiner-Verlag organisiert.
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