Zwischen Schützen und Nützen: 50 Jahre Naturpark Schlern Rosengarten27 / 09 / 2024

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Zwischen Schützen und Nützen: 50 Jahre Naturpark Schlern Rosengarten27 / 09 / 2024

Tagung zum 50-jährigen Bestehen des Naturparks Jahre Naturpark Schlern-Rosengarten im Naturparkhaus in Seis – Touristische Nutzung und Erhalt des Naturparks kein Widerspruch

(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Der Naturpark Schlern-Rosengarten, der älteste Naturpark in Südtirol, feierte dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Am 16. September 1974 wurde der Park per Dekret des Landeshauptmanns offiziell gegründet, was den Beginn der Schutzgebiete in Südtirol markierte. Bei einer Tagung am 27. September in Seis wurde die Entwicklung des Parks gewürdigt und zugleich die Zukunft der Schutzgebiete diskutiert.

Bürgermeisterin Cristina Pallanch hob die Bedeutung des Naturparkhauses in Seis als „Eintrittstor in den Naturpark“ hervor. Landeshauptmann Arno Kompatscher, selbst aus Völs stammend, betonte die Weitsicht der damaligen Entscheidung, das Gebiet zu schützen. Die anfängliche Skepsis der Landwirte habe sich im Laufe der Jahre in Akzeptanz verwandelt.

Alexander Gruber, Direktor des Ressorts für Umwelt und Naturschutz, unterstrich die Bedeutung des Parks für den Erhalt der Artenvielfalt und als Erholungsraum für die Bevölkerung. Enrico Brutti, der seit 1993 für das Schutzgebietsmanagement zuständig ist, wies auf den zunehmenden Besucherdruck hin und betonte die Notwendigkeit, Lösungen gegen den Overtourism zu finden.

Am anschließenden Runden Tisch wurde über touristische Herausforderungen diskutiert. Helmut Mitterstieler erläuterte die Tourismusentwicklung in der Region, während Guido Plassmann, Direktor des Netzwerks Alpiner Schutzgebiete, auf die dringende Notwendigkeit hinwies, den Tourismus zu regulieren. Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur, sprach über das Ziel, bis 2030 weitere 40.000 Hektar Schutzgebiet in Südtirol auszuweisen.

Der Naturpark wurde 2003 auf den Rosengarten ausgedehnt und umfasst heute 7300 Hektar. Seit 1995 gehört er zum europäischen Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000, und 2009 wurde er als Teil der Dolomiten zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

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