Ladinische Schulen besuchen Schulsprengel Deutschnonsberg: Ein erfolgreicher Austausch16 / 10 / 2024

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Ladinische Schulen besuchen Schulsprengel Deutschnonsberg: Ein erfolgreicher Austausch16 / 10 / 2024

Eine Delegation von Schulführungskräften aus den ladinischen Tälern Gröden und Gadertal besuchte kürzlich den Schulsprengel Deutschnonsberg, um sich über die dortigen Konzepte und Praktiken im Bildungswesen auszutauschen. Diese Premiere, organisiert von der ehemaligen ladinischen Bildungs- und Landesdirektorin Edith Ploner, führte die Besucher zu den Grundschulen und Kindergärten in Sankt Felix/Unsere Liebe Frau am Deutschnonsberg.

Foto: LPA/Direktion Ladinische Bildung und Kultur

Der Schulsprengel Deutschnonsberg, der die drei Gemeinden Laurein, Proveis und Unsere Liebe Frau im Walde/St. Felix umfasst, ist besonders interessant durch seine vielsprachige und grenzüberschreitende Lage am Übergang zum Trentino. Neben deutschsprachigen und zweisprachigen Schülerinnen und Schülern besuchen auch italienischsprachige Kinder aus dem Trentino die Schule. Diese mehrsprachige Umgebung bot den Gästen aus den ladinischen Tälern wertvolle Einblicke.

Besonderheiten des Schulsprengels Nonsberg

Der ladinische Bildungs- und Kulturlandesrat Daniel Alfreider hob die Bedeutung des Austauschs hervor: „Der Schulsprengel Deutschnonsberg hat eine für uns interessante Sprachsituation aufgrund der Nähe zum Trentino. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit Vertreterinnen ladinischer und deutschnonsbergischer Bildungseinrichtungen teilen zu können.“

Dagmar Morandell, Direktorin des Schulsprengels Nonsberg, stellte der Delegation die pädagogischen Konzepte der Schulen vor, die stark auf altersgemischtes Lernen, individuelle Begleitung und mehrsprachige Bildung in kleinen Gruppen setzen. Sie berichtete, dass im vergangenen Jahr bereits Delegationen aus dem Deutschnonsberg das paritätische Bildungskonzept der ladinischen Schulen in St. Ulrich kennengelernt und neue Ideen für den Schulalltag mitgenommen hatten.

Mehrsprachigkeit und interdisziplinäres Lernen

Besonderes Augenmerk lag bei diesem Besuch auf der Förderung der Mehrsprachigkeit. Edith Kofler und Federica Piffer, Koordinatorinnen für Mehrsprachigkeit, stellten die didaktischen Aktivitäten und Lehrmaterialien vor, die den zweisprachigen Ansatz in verschiedenen Fächern unterstützen. Maria Kostner, Direktorin des Pädagogischen Bereichs der ladinischen Schulen, überreichte der Schulsprengelleitung neues, mehrsprachiges und interdisziplinäres Lehrmaterial, das im Rahmen der ladinischen Bildungsarbeit entwickelt wurde.

Ein innovativer Ansatz im Kindergarten

Im Kindergarten von Sankt Felix führte die Leiterin Adele Piazzi das innovative Raumkonzept vor, das auf Aktivitäten statt auf Altersgruppen basiert. Jeder Raum, sei es der Sprachraum oder der Mathematikraum, ist mit gezielten pädagogischen Materialien ausgestattet, die es den Kindern ermöglichen, die verschiedenen Bereiche spielerisch und interaktiv zu erkunden.

Dieser interregionale Austausch stärkt die Zusammenarbeit zwischen den ladinischen und deutschsprachigen Bildungseinrichtungen und zeigt, wie wichtig der Dialog über Mehrsprachigkeit und innovative Lernkonzepte ist, um die Bildung in Südtirol kontinuierlich weiterzuentwickeln.

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