Fortsetzung der Hochwasserschutzarbeiten am Eisack in Brixen: Neue Maßnahmen für Sicherheit und Umweltschutz18 / 10 / 2024
Ab November starten in Brixen die Arbeiten zur Verstärkung des Hochwasserschutzes am Eisack im Bereich zwischen der Aquarena und der Adlerbrücke. Das zuständige Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord setzt damit das umfangreiche Projekt fort, das bereits seit fünfeinhalb Jahren läuft und im Rahmen des Programms StadtLandFluss durchgeführt wird. Ziel ist es, die Hochwassergefahr zu minimieren und gleichzeitig den Flussraum ökologisch zu verbessern.

Die Vorbereitungen für das fünfte Baulos beginnen bereits jetzt. Die Bauarbeiten selbst werden von einem Team unter der Leitung von Vorarbeiter Otto Gruber umgesetzt. Im Zuge der Maßnahmen wird linksorografisch eine neue Ufermauer errichtet, die durch unterirdische Düsenstrahlsäulen verstärkt wird, wie der Direktor des Funktionsbereichs Wildbachverbauung, Fabio De Polo, erklärt. Zudem wird eine bestehende Sohlschwelle abgebaut und das Flussbett mithilfe von Bentonitmatten abgedichtet. „Insgesamt fallen bei den Arbeiten etwa 18.000 bis 20.000 Kubikmeter Aushub an, ein Großteil davon wird wiederverwendet“, so De Polo.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der ökologischen Gestaltung des Flussraums: Ab der Höhe der Aquarena soll das Flussbett auf einer Länge von 50 Metern verbreitert werden. Durch die geplanten Maßnahmen wird nicht nur die Sicherheit bei Hochwasser erhöht, sondern es entstehen auch neue Naherholungszonen für die Bevölkerung.
Die Kosten für dieses Bauprojekt belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro und werden durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gedeckt. Voraussichtlich sollen die Bauarbeiten bis Mitte April 2024 abgeschlossen sein.
Um die Anwohner über das Vorhaben zu informieren, wird das Landesamt für Wildbachverbauung am 22. Oktober einen Informationsstand in Brixen aufbauen. Hier können sich Interessierte über die einzelnen Schritte und die Auswirkungen des Projekts auf die Umgebung informieren.
Klaus Unterweger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, betont die Wichtigkeit des Projekts: „Neben der Hochwassersicherheit legen wir großen Wert auf die ökologische Aufwertung des Flussraums, um Brixen nicht nur sicherer, sondern auch lebenswerter zu machen.“
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