Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) ist eine zentrale Ressource für die Förderung von Beschäftigung, Bildung und sozialer Eingliederung in Südtirol. Bei der heutigen Sitzung des Begleitausschusses im Palais Widmann wurde eine positive Bilanz gezogen: Von den insgesamt 150 Millionen Euro, die für den Zeitraum 2021–2027 zur Verfügung stehen, wurden bereits 76 Millionen Euro in 188 Projekte investiert.
Erreichte Ziele und aktuelle Schwerpunkte
- Bildung und Schulabbruchprävention:
- Maßnahmen gegen Schulabbruch zeigten messbare Erfolge.
- Schüleraustauschprogramme wie das Projekt „LISE LIngua SEconda“ fördern Zweitsprachenkenntnisse durch Auslandsaufenthalte in Deutschland oder anderen italienischen Regionen.
- Soziale Eingliederung:
- Migrantenintegration steht im Fokus vieler Initiativen, etwa durch Beschäftigungsförderung und soziale Unterstützungsmaßnahmen.
- Neue Projekte zur Vorschulbildung und sozialen Integration starten 2025.
- Unterstützung der Hochschulbildung:
- In Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen wurden Bildungsmaßnahmen durch den ESF+ unterstützt.
- Ressourcenkombination:
- Eine enge Verzahnung mit dem Wiederaufbaufonds PNRR stellt sicher, dass Synergien genutzt werden.
Stimmen der Verantwortlichen
- Arno Kompatscher, Landeshauptmann: „Mit 76 Millionen Euro, die bereits investiert wurden, zeigt sich die Relevanz des ESF+ als bedeutende Ressource für Südtirol.“
- Magdalena Amhof, Europa-Landesrätin: „Die Strukturfonds sind ein unverzichtbares Werkzeug, um schwächere Mitglieder unserer Gesellschaft gezielt zu unterstützen und sozialen Problemen vorzubeugen.“
- Martha Gärber, Direktorin der Abteilung Europa: „Die Fortschritte im Bereich Bildung und Schüleraustausch machen uns besonders stolz.“
- Claudia Weiler, Direktorin des Amts für den ESF+: „2025 wird ein bedeutendes Jahr, da wir zahlreiche neue Initiativen starten und frühere Programme erfolgreich abschließen.“
Hervorgehobene Projekte 2025
- Maßnahmen zur sozialen Integration und Arbeitsmarkteingliederung von Migranten.
- Projekte im Bereich Erziehung und Vorschulförderung, die demnächst ausgeschrieben werden.
Blick zurück: Erfolg des ESF+ 2014–2020
Das vorangegangene Förderprogramm konnte laut Direktorin Weiler alle gesteckten Ziele erreichen und wird vollständig bis 2025 abgeschlossen.
Mit einem starken Fokus auf Bildung, soziale Integration und Beschäftigung zeigt der ESF+ seine wichtige Rolle für die nachhaltige Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt in Südtirol.

