Herabstufung des Wolf-Schutzstatus: Erleichterung für Südtirols Landwirtschaft05 / 12 / 2024  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi

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Herabstufung des Wolf-Schutzstatus: Erleichterung für Südtirols Landwirtschaft05 / 12 / 2024  |  HITRADIO SÜDTIROL Torggler Sigi

Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat beschlossen, den Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabzusetzen. Diese Entscheidung, die einen Meilenstein im Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation darstellt, wird von Südtirols Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher begrüßt.

Neue Perspektiven für den Umgang mit Wölfen

Mit der Herabstufung verliert der Wolf seinen bisher höchsten Schutzstatus, der umfassenden Schutz vor Störung, Fang oder Tötung garantierte. Laut Walcher eröffnet dieser Schritt den betroffenen Regionen, insbesondere Südtirol, neue Möglichkeiten, um den Konflikt zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu entschärfen.

Walcher erklärt:

„Unser Ziel ist es, eine Balance zwischen Artenschutz und der Sicherheit von Landwirtschaft und Bevölkerung zu finden.“

Die Herabstufung erlaubt unter anderem eine vereinfachte Durchführung regulierter Abschüsse, wodurch die Belastung für die Almwirtschaft und Landwirte verringert werden soll.

Herausforderungen in Südtirol

Südtirol sieht sich aufgrund seiner alpinen Struktur besonders stark mit den Auswirkungen der Wolfsrückkehr konfrontiert. Nutztiere auf ungeschützten Almen sind durch Wolfsangriffe besonders gefährdet, was die Arbeit und Existenz vieler Landwirte bedroht. Walcher betont, dass praktikable und nachhaltige Lösungen nötig sind, um den Schutz der Weidewirtschaft zu gewährleisten und die berechtigten Anliegen der Landwirte zu respektieren.

Nächste Schritte auf EU-Ebene

Die Entscheidung der Berner Konvention allein reicht nicht aus, um Änderungen in der Praxis umzusetzen. Landesrat Walcher fordert daher eine rasche Anpassung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie auf EU-Ebene, die bisher den strengen Schutz des Wolfs regelt.

„Es ist entscheidend, jetzt klare rechtliche Voraussetzungen zu schaffen, um konkrete Maßnahmen gegen die Überpopulation des Wolfs umzusetzen,“ so Walcher.

Bedeutung für Südtirol

Diese Herabstufung wird als erster wichtiger Schritt gesehen, um die Konflikte zwischen Wolfschutz und Landwirtschaft zu entschärfen. Die Landesregierung plant, diesen Spielraum zu nutzen, um gezielte Maßnahmen zu erarbeiten, die das Zusammenleben von Mensch, Nutztier und Wolf in Einklang bringen können.

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