Verhaltensempfehlungen bei extremen Temperaturen12 / 08 / 2025
Wegen anhaltender extrem hoher Temperaturen und dementsprechender Belastung für die Gesundheit gilt im Raum Bozen, im Etschtal und im Unterland für den 12. und 13. August die höchste Warnstufe Rot
Sehr heiße Luftmassen bestimmen weiterhin das Wetter, erklärt Meteorologe Dieter Peterlin. In Bozen, im Etschtal und im Unterland werden Temperaturen über 37 Grad erwartet. Nachts sinkt das Thermometer in diesen Tallagen nicht unter 20 Grad, daher sind es Tropennächte. Ein Ende der Hitzewelle ist noch nicht in Sicht.
„Am Samstag, 9. August, haben wir die Warnstufe wegen extremer Temperaturen im Warnlagebericht auf die zweithöchste Stufe Orange angehoben“, berichtet der Direktor des Landeswarnzentrums und stellvertretende Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer „Da diese Situation nun über mehrere Tage anhält, ist vorgesehen, die Stufe auf die nächsthöhere Warnstufe Rot anzuheben, was wir nach der heutigen Bewertung für die kommenden beiden Tage getan haben.“
Hitzewarnungen werden ausgegeben, wenn sehr hohe Temperaturen anhalten und die nächtliche Abkühlung nicht ausreicht. „Bei extremer Hitze ist es wichtig, informiert zu bleiben und vorbereitet zu sein. Man sollte sich und andere schützen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Das gilt nicht nur im Tal, sondern auch auf dem Berg“, betont Gallmetzer.
Bei einer Hitzewarnung ist es wichtig, die Hitze zu vermeiden, den Körper kühl zu halten und genügend zu trinken. An heißen Tagen braucht man mehr Flüssigkeit. Hitze kann gesundheitliche Probleme verursachen, besonders bei älteren Menschen, Kranken und Kindern. Um mit extremer Hitze umzugehen, sollte man grundlegende Empfehlungen befolgen.
Ein Aufenthalt in der prallen Sonne während der heißesten Tageszeit ist zu vermeiden. Körperliche Anstrengungen sollen während der heißesten Stunden unterlassen werden. Dies gilt auch für Ausflüge und Aufenthalte im Freien in höheren Lagen, dort ist die Sonneneinstrahlung stärker, was zu einem höheren Risiko für Sonnenbrand und Hitzschlag führen kann.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte nicht vergessen, sich mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen.
Wohnungen sollten untertags vor direkter Sonneneinstrahlung durch das Schließen von Jalousien und Rollläden geschützt und in der Nacht und in den frühen Morgenstunden durchlüftet werden. Tropennächte sind aus medizinischer Sicht problematisch für den Menschen und gelten als besonders belastend für alte oder körperlich geschwächte Personen.
Ausführlichere Verhaltensempfehlungen können auf der Homepage der Agentur für Bevölkerungsschutz nachgelesen werden: Was tun bei Hitzewellen
Warnlagebericht
Der vom Landeswarnzentrum täglich veröffentlichte Warnlagebericht informiert über das Gefährdungspotential von Naturereignissen in Südtirol.
Informationen zur allgemeinen Wetterlage in Südtirol: wetter.provinz.bz.it.
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