Maßnahmenpaket soll Wartezeiten reduzieren05 / 09 / 2025

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Maßnahmenpaket soll Wartezeiten reduzieren05 / 09 / 2025

Maßnahmenpaket soll Wartezeiten reduzieren<span class="hitradio-master-datum">05 / 09 / 2025</span>

Das Maßnahmenpaket soll Wartezeiten reduzieren. Es umfasst kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Optimierung der Verwaltungsabläufe, Erhöhung der Personalressourcen und zeitgemäßen Erhebung des Pflegebedarfs. In Südtirol erhalten über 15.000 pflegebedürftige Menschen Pflegegeld, das je nach Pflegegrad zwischen 587,50 und 1800 Euro monatlich beträgt, um ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Vor dem Erhalt des Pflegegeldes müssen eines der 17 aktiven Einstufungsteams den Pflegebedarf in fünf Bereichen des täglichen Lebens bewerten: Körperpflege, Essen und Trinken, Toilettengang, Mobilität sowie Unterstützung bei der Tagesgestaltung und den sozialen Beziehungen. Jedes Team besteht aus einer Fachkraft der Krankenpflege und einer Sozialfachkraft. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Anträge stetig an: 2020 gab es 6485, 2024 waren es 8122, und im ersten Halbjahr 2025 wurden bereits 3715 Anträge eingereicht. Im Vorjahr wurden 5506 Einstufungen durchgeführt, in diesem Jahr bereits 2623.

„Die demografische Entwicklung, der Fachkräftemangel und der Anstieg der Anträge auf Pflegeeinstufung haben dazu geführt, dass mittlerweile die Bearbeitung der Anträge längere Wartezeiten mit sich bringen“, hob Landesrätin Rosmarie Pamer hervor. Je nach Bezirk kann diese von vier Monaten (Pustertal) bis zu 8,5 Monate (Bozen) betragen. Um dies zu ändern, wurde vom Amt für Pflegeeinstufung und vom zuständigen Ressort ein umfangreiches Maßnahmenpaket ausgearbeitet. „Wir wollen, dass die Menschen die Unterstützung, die ihnen zusteht, zeitnah erhalten. Das ist nicht nur eine organisatorische Aufgabe, sondern auch ein gesellschaftlicher Auftrag“, sagte Pamer.

Als kurzfristige Maßnahmen soll künftig im Falle einer Demenzdiagnose die Zuweisung der Pflegestufe von Amts wegen erfolgen. Ebenso wird an einer intensiveren Zusammenarbeit der Bereiche Soziales und Gesundheit gearbeitet und die Anzahl der Räumlichkeiten für die Einstufungsteams in den Bezirken erhöht werden. Das Ziel all dieser Maßnahmen ist es vor allem, den bürokratischen Aufwand zu verringern. Als mittelfristige Maßnahmen sind die Erhöhung der Personalressourcen und eine Optimierung der Verwaltungsabläufe vorgesehen. Damit soll die Anzahl der Einstufungen mittelfristig erhöht werden. Langfristig gesehen soll ein neues Instrument zur Pflegeeinstufung eingeführt werden, damit die Erhebung des Pflegebedarfs homogen und zeitgemäß, mit geringerem Verwaltungsaufwand erfolgen kann. Dafür müsse man jedoch die Änderungen, die auf staatlicher Ebene vor allem im Bereich Invalidität und pflegebedürftiger älterer Menschen anstehen, abwarten und deren Auswirkungen auf Südtirol bewerten.

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