Zukunft der Stahlwerke Bozen18 / 09 / 2025

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Zukunft der Stahlwerke Bozen18 / 09 / 2025

Zukunft der Stahlwerke Bozen<span class="hitradio-master-datum">18 / 09 / 2025</span>

Erstes Treffen zur Zukunft des Stahlwerks Bozen im Ministerium für Unternehmen und Made in Italy – Minister Urso: „Wir werden die Bedingungen für die Anwendung der Golden-Power-Regelung prüfen.“ Das Ministerium wird den Fall aufmerksam verfolgen und gemeinsam mit den zuständigen Behörden klären, ob die Sonderbefugnisse zum Schutz nationaler Interessen genutzt werden können, sagte Minister Adolfo Urso beim Treffen am 16. September. An dem Treffen nahmen auch der Wirtschaftslandesrat Marco Galateo sowie Vertreter des Landes Südtirol, des Unternehmens, der Region Venetien und der Gewerkschaften teil.

Das Treffen stand im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Ausschreibung durch das Land Südtirol für die Vergabe des Industrieareals in der Voltastraße in Bozen, das sich im Eigentum des Landes befindet und dessen 30-jährige Konzession ausläuft (LPA berichtete). Bei dem Treffen wurden die industriellen Entwicklungen des Südtiroler Werks der Stahlwerke Valbruna erörtert. Das Unternehmen produziert Spezialstähle und Superlegierungen für strategische zivile und militärische Sektoren und beschäftigt an den Standorten Vicenza und Bozen über 1700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Das Land Südtirol, vertreten durch Landesrat Marco Galateo, kündigte beim Treffen die vorsorgliche Notifizierung der Ausschreibung nach der Golden-Power-Regelung an. „Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten prüfen, dass die Produktionskontinuität des Standorts gewährleistet bleibt, damit er eine strategische technologische Lieferkette wie die der Stahlindustrie sichern kann und vor allem die derzeitigen Beschäftigungsniveaus erhalten bleiben“, erklärte Minister Urso.

Die Beteiligung des Landes Südtirol an den Stahlwerken reicht in das Jahr 1995 zurück: Nach dem Rückzug der Falck-Gruppe erwarb das Land Südtirol die Werke und überließ sie Valbruna in einer 30-jährigen Pacht (1995–2025), wobei das Unternehmen seither über 450 Millionen Euro investierte. Das Abkommen sah eine Kaufoption vor, enthielt jedoch weder eine Verpflichtung zur Entfernung der Anlagen noch Bestimmungen für einen eventuellen Nachfolger bei Ablauf der Konzession. Seit 2024 führt das Land Gespräche mit den beteiligten Parteien und veröffentlichte am 12. September die öffentliche Ausschreibung für die Vergabe des Areals.

Am Ende des Treffens verpflichteten sich die Fachabteilungen des Ministeriums Mimit, die Parteien im Oktober erneut einzuberufen.

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