ZeLIG Start mit Ruth Beckermann27 / 09 / 2025

Das neue Triennium 2025-2028 beginnt mit einer offenen Masterclass und zwei Filmabenden im Filmclub
Die 30 Studierenden, welche für das dreijährige Studium an der Filmschule ZeLIG ausgewählt wurden, beginnen am kommenden Montag ihr Triennium.
Dieser Start könnte für die künftigen Dokumentarfilmenden nicht besser, denn die erste Dozentin, die nach Bozen kommt, ist Ruth Beckermann.
Ruth Beckermann lebt als Filmschaffende und Autorin in Wien. Zu ihren Filmen zählen „DIEi PAPIERENE BRÜCKE“, „JENSEITS DES KRIEGES“ und „AMERICAN PASSAGES“. Ihr Film „THOSE WHO GO THOSE WHO STAY“ erhielt 2014 den großen Dokumentarfilmpreis auf der Diagonale in Graz.
Zwei Jahre später wurden auch „DIE GETRÄUMTEN“ ebendort als bester Spielfilm ausgezeichnet. „WALDHEIMS WALZER“ erhielt mehrere Preise, u.a. den Glashütte Preis für den besten Dokumentarfilm auf der Berlinale 2018, sowie eine Nominierung für die Oscars.
2019 realisierte Ruth Beckermann die Installation.“JOYFUL JOYCE“ ür die Salzburger Festspiele. 2022 wurde ihr Film „MUTZENBACHER“ im Wettbewerb Encounters der Berlinale gezeigt und mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet. Ihr Film „FAVORITEN“ lief 2024 im Wettbewerb Encounters der Berlinale, nahm an mehr als sechzig Festivals teil und gewann viele Preise.
Beckermann ist nicht nur vielfach preisgekrönte Regisseurin, sie ist auch Autorin zahlreicher Bücher und Publikationen. Vgl.: https://www.ruthbeckermann.com/de/
Interessierte können vom 30. 9. bis 3.10. an Ruth Beckermanns Masterclass an der Filmschule teilnehmen, vorausgesetzt sie melden sich an und es stehen Plätze zur Verfügung. Anmeldungen über die Homepage http://www.zeligfilm.it in der Rubrik News oder direkt unter https://form.jotform.com/252443071917961
Zwei Filmabende im Filmclub ergänzen das Programm. Ruth Beckermann wird die Projektionen begleiten.
Am Montag, den 29. September um 20h läuft der Spielfilm „Die Geträumten“ (2016), der auf sehr subtile und zurückhaltende Art den Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan inszeniert. Beckermann hat dafür ein fesselndes Setting gefunden, bei dem sie Anja Plaschg und Laurenz Rupp zwei Darstellende spielen lässt, die sich im Wiener Funkhaus treffen, um diese Briefe zu lesen. Celan und Bachmann schrieben sich von ihrem Kennenlernen an bis zu Celans Tod. Bei der Diagonale 2016 wurde „Die Geträumten“ als bester Spielfilm ausgezeichnet. Im Anschluss an den Film lädt ZeLIG zum Gespräch mit der Regisseurin
Am Dienstag, den 30. September um 20h läuft der Dokumentarfilm „Waldheims Walzer“ (2018), in dem es um Kurt Waldheims Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten im Jahr 1986 geht. Der ehemalige Außenminister und UN-Generalsekretär Waldheim war nämlich nicht das unbeschriebene Blatt, das er zu sein vorgab. Ruth Beckermann war 1986 eine der AktivistInnen, die die Wahl des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim zum österreichischen Bundespräsidenten verhindern wollten und sie begab sich mit Kamera und Mikrophon hinein in die Abgründe der österreichischen Seele. Mehr als 30 Jahre später analysierte sie mit ihren eigenen Bildern und mit einer Fülle an Archivmaterial diesen Wendepunkt der österreichischen Nachkriegsgeschichte. „Ein Film über Lüge und Wahrheit. Über ‚alternative Fakten‘.
Über individuelles und kollektives Bewusstsein.“ Auch dieser Film wurde mehrfach ausgezeichnet und ist noch immer aufschlussreich. Im Anschluss lädt ZeLIG zum Gespräch mit der Regisseuri
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