53 Prozent Sommer Arbeitserfahrung16 / 10 / 2025

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53 Prozent Sommer Arbeitserfahrung16 / 10 / 2025

53 Prozent  Sommer Arbeitserfahrung<span class="hitradio-master-datum">16 / 10 / 2025</span>

Rückgang der Praktika, aber Anstieg der Sommerarbeitsverträge: Luther sagt, dass in ländlichen Gemeinden mehr Interesse besteht als in den Städten. Über die Hälfte der Jugendlichen in Südtirol sammelt in den Sommermonaten Arbeitserfahrungen, so die neuesten Daten der Arbeitsmarktbeobachtung, die monatlich die „Arbeitsmarkt-News“ herausgibt. Stefan Luther, Direktor des Arbeitsmarktservice, freut sich über die Teilnahme von 53 Prozent der Jugendlichen, dem höchsten Wert bisher.

„Die Zahlen zeigen eine breite Beteiligung, besonders in jenen Berufen, in denen junge Menschen rasch Verantwortung übernehmen können. Es ist mir ein Anliegen, darauf zu achten, dass Qualität und Fairness bei den Praktika in Zukunft verstärkt im Mittelpunkt stehen“, betont Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof angesichts der neuesten Zahlen und Daten.

Von den 6902 Sommerpraktika, die 2025 genehmigt worden sind, entfällt rund die Hälfte auf Jugendliche, die ihr erstes Praktikum absolviert haben. Arbeitsmarktpolitisch relevant ist die Tatsache, dass die Anzahl an Sommerpraktika im Vergleich zum Vorjahr zwar um 144 Einheiten gesunken ist, die Sommerarbeitsverträge dafür jedoch um 173 Einheiten zugelegt haben. Amhof führt das darauf zurück, dass die Sensibilisierung bezüglich des Unterschieds zwischen Praktika und Sommerarbeit greife. Während Praktika vorwiegend Lern- und Orientierungszwecken diene, stehe bei den Sommerarbeitsverträgen die Arbeitsleistung im Vordergrund. „Derzeit wird an einem neuen Rahmenabkommen gearbeitet, das sehr bald in der Landesarbeitskommission diskutiert wird“, kündigt Amhof an. Ziel sei es, die Orientierungsfunktion der Praktika noch weiter zu stärken.

Gastgewerbe und Handel weiter hoch im Kurs
Was die Altersstruktur anbelangt, waren 51 Prozent der Praktikantinnen und Praktikanten unter 17 Jahre alt. 40 Prozent der Praktika werden im Gastgewerbe absolviert, 27 Prozent im Handel, 13 Prozent im Handwerk, 11 Prozent in der Industrie, der Rest in der Landwirtschaft und in anderen Dienstleistungsbereichen. Was die Berufsbilder angeht, absolvierten 30 Prozent der Praktizierenden Praktika als Kellner oder Kellnerin oder Barist beziehungsweise Baristin, 10 Prozent als Verkäufer oder Verkäuferin sowie 7 Prozent als Bürofachkraft.

Was die regionalen Unterschiede anbelangt, sei die Situation stabil: „In ländlichen Gemeinden ist der Anteil an Praktikanten höher als in den Städten. Hier spielen Nähe zur Arbeitswelt, informelle Netzwerke und die Branchenstruktur eine Rolle“, betont Luther.

Erfreut zeigt sich Luther über die kurze Bearbeitungszeit der Praktikumsanträge: „99 Prozent werden innerhalb von zwei Tagen genehmigt, der überwiegende Teil wird online gleich genehmigt“, schildert Luther.

Die aktuelle „Arbeitsmarkt-News“ ist unter https://arbeit.provinz.bz.it/de/arbeitsmarkt-news abrufbar.

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