ESF+ 109 der insgesamt 150 Millionen Euro eingesetzt18 / 10 / 2025

Der Europäische Sozialfonds Plus beginnt wichtige Projekte in den Bereichen Bildung, Kompetenzen, soziale Eingliederung und Beschäftigung. Der Begleitausschuss hat eine positive Bilanz für das Jahr gezogen. Zwischen 2021 und 2027 wurden bereits 207 Projekte gestartet, die die Beschäftigungsfähigkeit und soziale Integration der Bürgerinnen und Bürger verbessern sollen. Am 17. Oktober traf sich der Begleitausschuss des ESF+ in Bozen unter der Leitung von Europa-Landesrätin Magdalena Amhof. „Der ESF+ ist das Hauptinstrument der EU, um in Menschen und ihre Talente zu investieren. Mit 150 Millionen Euro fördert das Programm Bildung, Beschäftigung und soziale Inklusion, verringert strukturelle Unterschiede und stärkt langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt,“ erklärte die Landesrätin nach den Grußworten von Martha Gärber, Direktorin der Abteilung Europa.
Ilaria Bergami, die Vertreterin der Europäischen Kommission, und Marianna D‘ Angelo vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik überbrachten Grußworte vonseiten der Institutionen.
Claudia Weiler, die Direktorin des Amts für den ESF in der Abteilung Europa, berichtete über den Fortschritt der siebenjährigen Programmperiode 2021 bis 2027. „Von den insgesamt 150 Millionen Euro wurden bereits 109 Millionen Euro für die Umsetzung von Maßnahmen gebunden. Insgesamt wurden bisher 207 Projekte aus allen spezifischen Bereichen des Fonds finanziert“, berichtete Weiler.
Weiler wies auch darauf hin, dass im März 2025, gemäß den EU-Verordnungen, eine Neuplanung der Mittel vorgenommen worden sei, um das 2022 genehmigte Programm an die veränderten territorialen Bedürfnisse anzupassen – unter Berücksichtigung der Landesmittel aus dem PNRR-Fonds. „Da dort über das GOL-Programm Mittel für die Beschäftigungsfähigkeit zur Verfügung gestellt wurden, ist es im ESF+-Fonds zu einer stärkeren Gewichtung der Bereiche Bildung und soziale Inklusion gekommen“, schilderte Weiler. Zusammen würden diese Bereiche nun 80 Prozent der gesamten Programmmittel ausmachen.
Was das Jahr 2025 betrifft, so seien Maßnahmen zur Bekämpfung des Schulabbruchs und zur Verbesserung der Schlüsselkompetenzen mit 21 Millionen Euro für die Schuljahre 2025/2026 und 2026/2027 gefördert worden. „Eine Neuheit ist die Finanzierung von Maßnahmen für die Vorschulgruppe, also die 3- bis 6-Jährigen, deren Sprachkompetenz und sozialpädagogische Betreuung in Kindergärten gestärkt wird“, berichtete Weiler.
Wichtig seien im heurigen Jahr auch Sprach- und Alphabetisierungskurse für Migrantinnen und Migranten und Schulungsmaßnahmen zur Ko-Planung und Ko-Programmierung im sozialen Bereich. „Daran haben 124 Personen aus der öffentlichen Verwaltung und dem Dritten Sektor teilgenommen“, schildert Weiler. Derzeit würden Projekte im Bereich sozialer Innovation bewertet, wie zum Beispiel OnMyWay, eine Initiative für Jugendliche aus sozioökonomisch schwierigen Verhältnissen im Pustertal.
Die Programmperiode 2014–2020 wurde übrigens im Juli mit einem offiziellen Abschlussbrief der EU-Kommission positiv zu Ende gebracht.
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