Finanzrazzia am laufenden Band25 / 11 / 2025

Darkmode
◄ Zurück zur Übersicht

Finanzrazzia am laufenden Band25 / 11 / 2025

Finanzrazzia am laufenden Band<span class="hitradio-master-datum">25 / 11 / 2025</span>
Logo des Südtiroler Dienstes

Die Finanz des Provinzkommandos Trient hat einen illegalen Mechanismus zur Rekrutierung von Arbeitskräften im Restaurantsektor aufgedeckt, der fünf Unternehmen ermöglichte, über 1,2 Millionen Euro Steuerbetrug zu begehen. Die Finanzpolizei in Riva del Garda kontrollierte ein asiatisches Restaurant, das offiziell nur einen Mitarbeiter hatte, aber sieben Tage die Woche mit einem „All you can eat“-Angebot operierte. Sechs Personen wurden wegen der Ausstellung und Nutzung von Rechnungen für nicht existierende Transaktionen sowie wegen betrügerischer Arbeitskräfte bereitstellung angezeigt.

Fünf Unternehmen, darunter eines im Alto Garda und vier in Rom, Florenz, Palermo und Isernia, wurden wegen Steuerverstößen angezeigt, die im Interesse der Geschäftsführer begangen wurden. Außerdem wurde eine unterlassene Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen über 300.000 Euro festgestellt, und es wurden Bußgelder in Höhe von etwa 260.000 Euro verhängt. Die Ermittlungen zeigten, dass das Unternehmen im Laufe der Zeit 39 Arbeitnehmer beschäftigte, die formal bei vier anderen Unternehmen angestellt waren, die mit ihm Dienstleistungsverträge abgeschlossen hatten, um die Arbeitskräfte-Überlassung zu verschleiern. Diese Unternehmen stellten Rechnungen für nie erbrachte Leistungen aus. Bei der Prüfung der gesammelten Unterlagen und Aussagen von Arbeitnehmern, die seit 2020 im Restaurant als Köche oder Kellner arbeiteten, wurde festgestellt, dass die Beziehungen zu den Überlassungsunternehmen nicht die nötigen Elemente für Dienstleistungsverträge aufwiesen, da die Arbeitnehmer vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens im Alto Garda standen. Sie entschieden über Gehälter, Arbeitszeiten und Aufgaben, wobei fast alle ausländischer Herkunft waren und dachten, sie seien direkt vom Restaurant angestellt worden, da sie die Ansprechpartner oder den Namen des vertraglich zuständigen Unternehmens nicht kannten. Ein auffälliges Beispiel ist ein Arbeitnehmer, der erst beim Überprüfen des Namens des Zahlenden herausfand, dass er nicht in dem Restaurant angestellt war, in dem er arbeitete und seinen Vertrag unterschrieben hatte. Dies führt zur Nichtexistenz der Rechnungen, die von den vier Unternehmen zugunsten des Unternehmens ausgestellt wurden, sowie zur Rückforderung der unrechtmäßig abgezogenen Mehrwertsteuer von über 206.000 Euro.

Offizielle Pressepartner