Knapp 1 Million Tonnen Abfall aufgedeckt11 / 12 / 2025
Eine Ermittlungsaktion unter der Leitung der Staatsanwaltschaft von Reggio Emilia, geführt von Oberstaatsanwalt Calogero Gaetano Paci, hat eine mutmaßliche illegale Abfallentsorgung und Umweltverschmutzung aufgedeckt, die seit Jahren in der Provinz stattfindet. Die Carabinieri und die NIPAAF haben gemeinsam Durchsuchungen und Beschlagnahmungen in der Region durchgeführt. Neun Personen und ein Unternehmen stehen unter Verdacht. Im Fokus steht eine illegale Deponie mit über 900.000 Tonnen unbehandelten Abfällen, die das Grundwasser mit Eisen und Arsen belastet hat. Zudem gibt es Hinweise auf Versuche, die Umweltschäden durch Fälschungen in öffentlichen Dokumenten zu vertuschen. Die Ermittlungen decken schwerwiegende Fälle von Umweltschäden auf.
Die illegale Errichtung und der Betrieb einer nicht genehmigten Deponie für über 900.000 Tonnen nicht gefährlicher Abfälle in Süd-Reggio Emilia wird untersucht. Seit 2016 soll es zu Umweltverschmutzung durch Grundwasserbeeinträchtigung gekommen sein, verursacht durch die Überschreitung von Grenzwerten für Eisen und Arsen. Zudem wird Mitarbeitern eines Territorialdienstes Urkundenfälschung vorgeworfen, weil sie falsche Angaben in Kontrollberichten gemacht haben. Durchsuchungen und Beschlagnahmungen finden in den Firmensitzen und Büros der Verdächtigen statt. Betroffen sind neun Personen im Alter von 34 bis 82 Jahren, die größtenteils aus der Region stammen.
Unter den fünf Beamten, gegen die ermittelt wird, haben alle die Mitteilung über ihre Garantie und das Recht auf Verteidigung erhalten. Bei den Durchsuchungen werden IT- und Papierunterlagen beschlagnahmt und von den Ermittlern geprüft.
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