Beschäftigung wächst nur durch auswärtige Arbeitskräfte13 / 01 / 2026

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Beschäftigung wächst nur durch auswärtige Arbeitskräfte13 / 01 / 2026

Beschäftigung wächst nur durch auswärtige Arbeitskräfte<span class="hitradio-master-datum">13 / 01 / 2026</span>

Der Südtiroler Arbeitsmarkt ist zunehmend auf Beschäftigte aus Italien und dem Ausland angewiesen. Laut einer Analyse in der Arbeitsmarkt-News, die vom Arbeitsmarktservice veröffentlicht wird, wäre das Beschäftigungswachstum der letzten zwei Jahrzehnte ohne auswärtige Arbeitskräfte nur begrenzt möglich gewesen. Nur etwa ein Fünftel des Wachstums seit den 1990er-Jahren stammt von in Südtirol geborenen Beschäftigten. Magdalena Amhof, die Landesrätin für Arbeit, betont die Notwendigkeit einer effektiven Arbeitsmarktpolitik, um qualifizierte Arbeitskräfte von außerhalb zu gewinnen und bereits in Südtirol wohnhafte Menschen zur Jobaufnahme zu motivieren. Die Abwanderung von Arbeitskräften bleibt auch 2026 eine Herausforderung. 1998 waren noch 80 Prozent der Beschäftigten Südtiroler, heute sind es nur noch 60 Prozent. Dies zeigt die starke Abhängigkeit des Arbeitsmarktes von externen Kräften. Der Anteil auswärtiger Arbeitnehmer variiert stark je nach Wirtschaftssektor, insbesondere in der Landwirtschaft, im saisonalen Tourismus, im Bauwesen und im verarbeitenden Gewerbe. Selbst im öffentlichen Sektor und im Gesundheitswesen war das Beschäftigungswachstum nur durch Migration möglich.

In der Landwirtschaft kommen die Saisonarbeitskräfte hauptsächlich aus Rumänien, während sie früher vor allem aus Tschechien, der Slowakei und Polen stammten. Im Baugewerbe stammen mehr als ein Drittel der neuen Arbeitskräfte aus Albanien und dem Kosovo. Im verarbeitenden Gewerbe und im Handel sind neben Arbeitskräften aus neuen EU-Staaten vor allem italienische Staatsbürger von Bedeutung, die nicht in Südtirol leben oder dort geboren sind.

Ein Teil der zusätzlichen Arbeitskräfte stammt aus dem restlichen Italien, ein weiterer aus vorwiegend 4 EU-Mitgliedstaaten und der verbleibende Teil aus einer Vielzahl von Nicht-EU-Ländern, wobei allein die 4 wichtigsten – Albanien, Pakistan, Marokko und Indien – zurzeit an die 10.000 Beschäftigten zählen und damit etwa 45 Prozent aller beschäftigten Nicht-EU-Bürger ausmachen.

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