Behördengänge auf Knopfdruck: Südtirols neues myCIVIS-Portal denkt ab sofort mit25 / 02 / 2026

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Behördengänge auf Knopfdruck: Südtirols neues myCIVIS-Portal denkt ab sofort mit25 / 02 / 2026

Schluss mit dem Dschungel der Zuständigkeiten: Seit heute präsentiert sich das Südtiroler Bürgerportal myCIVIS in einem völlig neuen, intelligenten Gewand. Die Kernbotschaft des Leitprojekts ist ein echter Paradigmenwechsel – die öffentliche Verwaltung passt sich endlich den Menschen an und nicht umgekehrt.

A panel of speakers presenting at an event, with one person at a podium speaking and others standing beside him. There are banners for 'myCivis' in the background.
(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Wer kennt es nicht? Man braucht ein Dokument oder möchte ein Gesuch einreichen und scheitert schon an der Frage: Welches Amt ist eigentlich dafür zuständig? Genau diese Hürde will das Land Südtirol nun einreißen. Bei einer groß angelegten Präsentation in der Eurac fiel am 24. Februar der Startschuss für das runderneuerte Portal myCIVIS. Aus der einst starren Informationsseite ist ein proaktiver, digitaler Assistent geworden.

Künstliche Intelligenz trifft Bürgerservice

„Bisher haben wir verlangt, dass alle die öffentliche Verwaltung kennen. Mit myCIVIS kehren wir diese Logik um“, brachte Generaldirektor Alexander Steiner den Grundgedanken des Projekts Simply Digital auf den Punkt. Bürger müssen sich nicht mehr durch Behördenstrukturen wühlen, sondern formulieren ihr Anliegen in natürlicher Sprache.

Das neue Herzstück der Plattform, finanziert über den Wiederaufbaufonds PNRR, ist ein virtueller Assistent, der 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche Standardfragen beantwortet.

Die neuen Features auf einen Blick:

  • Einziger Zugangspunkt: Eine zentrale Such- und Chatfunktion für alle Belange.
  • Personalisiertes Dashboard: Wer sich einloggt, sieht sofort den Bearbeitungsstatus seiner Anfragen.
  • Mitdenkendes System: In Zukunft soll die KI proaktiv arbeiten und Nutzer beispielsweise auf zustehende Beitragsgesuche hinweisen, sobald ein bestimmtes Lebensereignis eintritt.

Ein lernendes System braucht Feedback

Dass am ersten Tag noch nicht alles perfekt laufen wird, daraus macht die Führungsspitze kein Geheimnis. Informatik-Direktor Josef T. Hofer und SIAG-Generaldirektor Stefan Gasslitter betonen, dass die KI Zeit und vor allem die Rückmeldungen der Nutzer brauche, um stetig dazuzulernen.

Sollte der digitale Assistent einmal nicht weiterwissen, greift ein engmaschiges Sicherheitsnetz: Nutzer können nahtlos auf E-Mail, WhatsApp, Chat oder den klassischen Griff zum Telefonhörer umsteigen.

Niemand wird offline gelassen

Trotz aller Digital-Euphorie trat Landeshauptmann Arno Kompatscher auf die Bremse, wenn es um die Angst vor der Technik geht: Der digitale Weg dürfe niemals zur Barriere werden. Wer den persönlichen Kontakt bevorzugt oder Hilfe braucht, findet diese weiterhin ganz analog in den physischen Digipoints direkt in den Gemeinden.

Wer den neuen digitalen Behördengang selbst testen möchte, findet das Portal ab sofort unter mycivis.civis.bz.it.

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