„Equal Care“27 / 02 / 2026

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„Equal Care“27 / 02 / 2026

„Equal Care“<span class="hitradio-master-datum">27 / 02 / 2026</span>

Die Sensibilisierungskampagne hebt das Ungleichgewicht in der Sorge- und Pflegearbeit hervor – Männer und Väter möchten mehr Unterstützung und Einbindung. Trotz besserer Einbindung stoßen sie auf gesellschaftliche und berufliche Vorurteile, die berücksichtigt werden müssen. Bei einer Pressekonferenz mit dem Titel „Papa sein zwischen Job, Wickeltisch und Kontoauszug?“ machten das Forum Prävention, die Allianz für Familie und der Landesbeirat für Chancengleichheit am 26. Februar im Palais Widmann auf das Thema Vatersein und den „Equal Care Day“ (1. März) aufmerksam. „Wir möchten Mut machen und zeigen, dass immer mehr Väter Verantwortung übernehmen wollen. Diese Väter verändern unsere Gesellschaft,“ sagte Christa Ladurner, Sprecherin der Allianz für Familie. Vorhandene Hürden müssen ernst genommen werden.

„Equal Care bedeutet, Verantwortung gemeinsam zu tragen, in der Familie, im Beruf und in unserer Gesellschaft. Wenn Väter von Anfang an Zeit für ihre Kinder bekommen, stärkt das nicht nur Familien, sondern auch unsere Arbeitswelt. Gleichstellung gelingt dort, wo Fürsorge als gemeinsame Aufgabe gesehen wird“, betonte Soziallandesrätin Rosmarie Pamer und ging im Rahmen ihrer Grußworte auch auf das Landesfamiliengeld+ ein, das auch Vätern zur Verfügung steht.

Für Ulrike Oberhammer, die Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit für Frauen, ist klar: „Solange gute Kinderbetreuung Glückssache ist, Mütter in Teilzeit gedrängt werden, Rentenlücken nicht nur normal sind, sondern weiblich, das System auf Doppelverdiener und kostenlose Mutterarbeit ausgelegt und Alleinerziehende arm bleiben ist Gleichberechtigung ein Mythos.“ Ohne die unbezahlte Care-Arbeit der Frauen würde das System zusammenbrechen. „Mütter sind nicht das Problem, sondern die Gesellschaft, die Carearbeit privatisiert“, mahnt Oberhammer.

Wie sich das in Zahlen ausdrückt, erklärte Stellvertreterin Nadia Mazzardis: „Frauen wenden täglich im Schnitt 5 Stunden und 5 Minuten für unbezahlte Care-Arbeit auf. Bei Männern ist es durchschnittlich eine Stunde und 48 Minuten. Die Lösung, um dieses Ungleichgewicht zu beseitigen, ist die verantwortungsvolle Aufteilung der Aufgaben. Und wir werden nicht müde, das zu wiederholen.“

Ingrid Kapeller vom Forum Prävention bestätigte diese Einschätzung und wies gemeinsam mit Denis Iardino (La Strada – der Weg) auf die Wichtigkeit hin, den Partner, Ehemann oder Vater in die Care-Arbeit einzubinden. „Echte Gleichstellung der Geschlechter gelingt nur, wenn Väter selbstverständlich Verantwortung für ihren Anteil an der Care-Arbeit übernehmen (können). Das stärkt ihre mentale Gesundheit, schafft echte Erwerbschancen für Frauen und verbessert nachweislich die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern.“ Die Umfrage „Vatersein in Südtirol – zwischen Wunsch & Wirklichkeit“ erläuterte zum Abschluss die Soziologin Heidi Flarer.

Den Equal-Care-Day begleiten werden eine Kampagne unter dem Titel „Vater Kind gewinnt” (siehe beigefügtes Material) sowie die Veröffentlichung des Vater-Fragebogens „Vatersein in Südtirol: Wunsch und Wirklichkeit“ und mehrere Veranstaltungen zum Thema.

Mehr Informationen auf http://www.allianz-familie.it

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