Enneberg: Ausschreibung für die Sicherung der Gadertaler Staatsstraße veröffentlicht28 / 03 / 2026

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Enneberg: Ausschreibung für die Sicherung der Gadertaler Staatsstraße veröffentlicht28 / 03 / 2026

Um die Sicherheit auf der SS244 zu erhöhen, investiert das Land 1,8 Millionen Euro in umfangreiche Schutzmaßnahmen gegen Steinschlag. Die Arbeiten sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden.

A winding road through mountainous terrain with patches of snow and sparse trees.
Foto: LPA/Amt für Infrastruktur und Mobilität

Wer im Gadertal unterwegs ist, kennt die anspruchsvolle Topografie entlang der Staatsstraße SS244. Gerade auf dem Streckenabschnitt zwischen Zwischenwasser und Pikolein kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu gefährlichen Steinschlägen. Um das Risiko für Autofahrer und Pendler deutlich zu minimieren, hat die Landesverwaltung nun die Ausschreibung für ein wichtiges Sicherungsprojekt veröffentlicht.

Der Eingriff konzentriert sich auf einen rund 500 Meter langen, sensiblen Abschnitt (zwischen Kilometer 10 und 10+500) im Gemeindegebiet von Enneberg. Wie die Projektverantwortliche Giulia Dell’Eva vom Amt für Straßen Nord/Ost erklärt, wird bei den Bauarbeiten auf einen Mix aus aktiven und passiven Schutzmaßnahmen gesetzt. Das bedeutet konkret: Instabile Felswände werden direkt am Berg mit starken Felsnägeln und speziellen Stahlnetzen fixiert, während alte und beschädigte Netze komplett ausgetauscht werden.

Zusätzlich errichten die Arbeiter neue, hochmoderne Steinschlagschutzbarrieren. Um deren optimale Größe und Position im Hang zu berechnen, wurden im Vorfeld eigens computergestützte Simulationen durchgeführt, damit sie im Ernstfall auch den nötigen Rückhalt bieten.

Das Gelände vor Ort ist extrem steil und nur schwer zugänglich, weshalb das Bauprojekt auch logistisch einiges abverlangt. Für den Transport des schweren Materials wird teilweise sogar ein Hubschrauber zum Einsatz kommen. Bevor die eigentlichen Arbeiten an den Netzen und Barrieren beginnen können, stehen aber zunächst noch Rodungen und erste Sicherungsarbeiten am Hang auf dem Programm.

Das gesamte Vorhaben, das von Thomas Ferrari geplant wurde, schlägt mit Gesamtkosten von rund 1,8 Millionen Euro zu Buche. Sobald der Zuschlag an ein Unternehmen erteilt ist, tickt die Uhr: Die vertraglich festgelegte Bauzeit beträgt exakt 140 Tage. Wenn das Wetter mitspielt und alles nach Plan läuft, soll das Projekt somit noch im Laufe des Jahres 2026 erfolgreich abgeschlossen werden. Autofahrer können dann auf diesem Abschnitt im Gadertal wieder deutlich entspannter und vor allem sicherer unterwegs sein.

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