Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Konferenz zum Equal Pay Day am 8. April02 / 04 / 2026

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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Konferenz zum Equal Pay Day am 8. April02 / 04 / 2026

Der landesweite Aktionstag macht auch in diesem Jahr wieder auf die Lohnschere zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Bei einer hochkarätig besetzten Konferenz in Bozen sollen konkrete Lösungsansätze diskutiert werden.

Es ist ein Datum, das jedes Jahr aufs Neue zum Nachdenken anregt – und zum Handeln aufruft. Am 8. April findet anlässlich des Equal Pay Days eine große Fachkonferenz in Bozen statt. Im Zentrum der Veranstaltung steht eine Frage, die nach wie vor hochaktuell ist: Warum verdienen Frauen in Südtirol für die gleiche oder gleichwertige Arbeit im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der sogenannte Gender Pay Gap, also die geschlechtsspezifische Lohnlücke, hält sich hartnäckig. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, übernehmen den Löwenanteil der unbezahlten Care-Arbeit (wie Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen) und stoßen auf dem Weg in gut bezahlte Führungspositionen nicht selten an die sprichwörtliche gläserne Decke. Zudem sind Berufe, in denen traditionell mehr Frauen arbeiten – etwa im sozialen oder pflegerischen Bereich –, finanziell oft weniger stark anerkannt als technische Branchen.

Bei der anstehenden Konferenz, zu der das Land Südtirol und der Landesbeirat für Chancengleichheit einladen, sollen diese strukturellen Probleme offen auf den Tisch gelegt werden. Doch es geht längst nicht mehr nur um Ursachenforschung. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft werden gemeinsam darüber debattieren, mit welchen konkreten Maßnahmen sich die Lohnschere endlich nachhaltig schließen lässt.

Die zuständige Landesrätin für Chancengleichheit, Rosmarie Pamer, betont im Vorfeld der Veranstaltung die Dringlichkeit des Themas: „Lohngerechtigkeit ist kein reines Frauenthema, sondern eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen Vernunft. Wir können es uns als Gesellschaft schlichtweg nicht leisten, die Leistung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt finanziell abzuwerten.“

Die Konferenz am 8. April bietet neben spannenden Impulsreferaten auch Raum für interaktive Diskussionsrunden. Dabei sollen unter anderem Best-Practice-Beispiele aus heimischen Unternehmen vorgestellt werden, die bereits erfolgreich Modelle zur Lohntransparenz und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf umgesetzt haben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aktiv an den Debatten zu beteiligen.

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