Messner zu ASTAT-Daten: Prävention bleibt der Schlüssel zur Gesundheit04 / 04 / 2026
Die aktuellen Gesundheitsdaten des ASTAT bestätigen: Chronische Krankheiten nehmen in Südtirol weiter zu. Gesundheitslandesrat Hubert Messner unterstreicht die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils und kündigt gezielte Maßnahmen an.
Die Südtirolerinnen und Südtiroler werden immer älter, gleichzeitig steigt jedoch die Zahl der Menschen, die mit chronischen Erkrankungen leben. Dies geht aus der jüngsten Publikation des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) zum Gesundheitszustand der Bevölkerung hervor. Für Gesundheitslandesrat Hubert Messner ist dies ein klarer Handlungsauftrag, den Fokus noch stärker auf die Vorbeugung zu legen.
Der demografische Wandel hinterlässt auch in den Gesundheitsstatistiken deutliche Spuren. Die heute veröffentlichten ASTAT-Zahlen belegen, dass Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Atemwegsbeschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparates weiter auf dem Vormarsch sind. Besonders betroffen sind naturgemäß ältere Menschen.
„Dass wir eine immer höhere Lebenserwartung haben, ist grundsätzlich eine sehr erfreuliche Entwicklung“, kommentierte Gesundheitslandesrat Hubert Messner die neuen Daten. „Die große Herausforderung besteht nun darin, diese gewonnenen Lebensjahre mit bestmöglicher Gesundheit und Lebensqualität zu füllen. Und genau hier ist die Prävention unser wichtigster Schlüssel.“
Messner sieht in den vorliegenden Zahlen einen eindringlichen Appell an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Viele chronische Leiden lassen sich durch einen bewussten Lebensstil entscheidend verzögern oder sogar gänzlich vermeiden. Die Risikofaktoren sind hinlänglich bekannt: falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. „Wir müssen weg von einem System, das hauptsächlich dann reagiert, wenn Krankheiten bereits ausgebrochen sind, hin zu einem System, das Gesundheit aktiv fördert und erhält“, betonte der Landesrat.
Um diesen Wandel voranzutreiben, plant das Gesundheitsressort in den kommenden Monaten eine Intensivierung der Präventionsangebote im Land. Der Ausbau von Netzwerken zwischen Sanitätsbetrieb, Gemeinden und lokalen Vereinen soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Auch die Sensibilisierung in Schulen und Betrieben soll verstärkt werden, um Gesundheitskompetenz bereits frühzeitig aufzubauen und fest im Alltag zu verankern. Die Botschaft ist klar: Vorbeugen ist besser – und langfristig auch für das gesamte Gesundheitssystem tragfähiger – als heilen.
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