Dialoge für das Zusammenleben: Neue Veranstaltungsreihe in Südtirol startet
Ab dem 9. April bietet eine landesweite Initiative Raum für Begegnung und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Lebenswelten.

Wie gelingt ein friedliches Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft? Dieser Frage widmet sich die neue Initiative „Dialoge für das Zusammenleben“, die am 9. April offiziell beginnt. Das Projekt, das von der Landeskoordinierungsstelle für Integration getragen wird, setzt auf direkte Begegnungen und das Gespräch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe.
Die Veranstaltungsreihe versteht sich als Plattform, um den Austausch im lokalen Kontext zu fördern. Anstatt über Personengruppen zu sprechen, zielt das Format darauf ab, dass Bürgerinnen und Bürger direkt miteinander in Kontakt treten. Damit reagiert das Land auf den Bedarf, in einer sich wandelnden Gesellschaft Brücken zu bauen und gegenseitiges Verständnis im Alltag zu verankern.
Begegnung auf Augenhöhe
Das Programm umfasst verschiedene Formate, die über ganz Südtirol verteilt stattfinden. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Freiwilligkeit und die Niederschwelligkeit der Angebote. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Fragen gestellt und unterschiedliche Perspektiven beleuchtet werden können, ohne dass ein vorgefertigtes Ergebnis im Raum steht.
- Lokale Akteure: Die Abende und Workshops werden oft in Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Bildungsausschüssen und Vereinen vor Ort organisiert.
- Themenvielfalt: Die Dialoge decken ein breites Spektrum ab – von Fragen der Identität und Sprache bis hin zu ganz praktischen Aspekten des nachbarschaftlichen Zusammenlebens.
- Teilhabe: Die Initiative richtet sich ausdrücklich an alle Bewohner des Landes, unabhängig davon, ob sie hier geboren oder zugezogen sind.
Die Rolle der persönlichen Geschichte
Ein wesentliches Element, um die Inhalte „greifbar“ zu machen, ist das Erzählen persönlicher Erfahrungen. In vielen der geplanten Treffen stehen individuelle Lebenswege im Mittelpunkt. Fachleute begleiten die Runden, um den Rahmen für ein respektvolles Gesprächsklima zu sichern. Das Ziel ist es, Vorurteile durch Wissen zu ersetzen und Gemeinsamkeiten im menschlichen Erleben zu entdecken.
Hintergrund der Initiative
Die „Dialoge für das Zusammenleben“ sind Teil eines langfristigen Konzepts der Südtiroler Landesregierung, das Integration als einen zweiseitigen Prozess versteht. Durch die Dezentralisierung der Veranstaltungen – weg von den großen Zentren hin in die Dörfer und Täler – soll sichergestellt werden, dass der gesellschaftliche Diskurs die Breite der Bevölkerung erreicht.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei den lokalen Veranstaltern über die genauen Termine und Themen informieren. Der Eintritt zu den meisten Dialogabenden ist frei, um eine möglichst breite Teilnahme zu ermöglichen.
Offizielle Pressepartner
