Innovation im Schulterschluss: Südtirol arbeitet am Erhalt seines digitalen Netzwerks09 / 04 / 2026

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Innovation im Schulterschluss: Südtirol arbeitet am Erhalt seines digitalen Netzwerks09 / 04 / 2026

Innovation im Schulterschluss: Südtirol arbeitet am Erhalt seines digitalen Netzwerks<span class="hitradio-master-datum">09 / 04 / 2026</span>

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Minister Adolfo Urso erörtern in Rom die Fortführung der EU-Förderung, um lokale Unternehmen im Alltag bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Two men in business attire shaking hands in front of flags of Italy and the European Union, with a backdrop displaying the logo of the Italian Ministry of Enterprises and Made in Italy.
Foto: LPA

Der Übergang in die digitale Arbeitswelt stellt viele Betriebe vor Herausforderungen, die oftmals den Austausch mit Fachleuten erfordern. Um Forschung und berufliche Praxis enger miteinander zu verknüpfen, hat sich in Südtirol der „European Digital Innovation Hub“ (EDIH) als Anlaufstelle für Unternehmen etabliert. Bei einem Treffen am 8. April in Rom hat Landeshauptmann Arno Kompatscher dem Minister für Unternehmen und Made in Italy, Adolfo Urso, das Anliegen vorgebracht, dieses Unterstützungsnetzwerk auch in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten.

Im Zentrum des Gesprächs, das in enger Abstimmung mit Innovationslandesrat Philipp Achammer stattfand, stand die jüngste Bewerbung des Landes für die EU-Ausschreibung „Digital Europe“. Das Ziel ist es, durch die Unterstützung des Ministeriums den Zugang zu einer 50-prozentigen europäischen Finanzierung für die nächste Dreijahresperiode zu sichern. Das Projekt mit dem Titel „Digital Innovation South Tyrol“ wird von der NOI AG koordiniert und bündelt das Wissen von 15 lokalen Partnern, darunter Universitäten, Forschungseinrichtungen und verschiedene Wirtschaftsverbände.

Begleitung für den betrieblichen Alltag

Die Bedeutung des Netzwerks zeigt sich in der direkten Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft. In den Jahren 2023 bis 2025 haben Fachleute über dieses Programm 273 konkrete Dienstleistungen für knapp 240 lokale Unternehmen erbracht. Dabei ging es um die praktische Vermittlung von Fähigkeiten und den Aufbau von Kompetenzen – etwa beim Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, in der Fertigungsindustrie oder im Sektor Gebäude und Energie. Der Hub begleitet die Betriebe dabei, neue Technologien verständlich in die täglichen Arbeitsabläufe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu integrieren.

Eine Brückenfunktion im Alpenraum

Neben der fachlichen Begleitung wurde bei dem Treffen in Rom auch die sprachliche und zwischenmenschliche Verbindungsfunktion der Einrichtung hervorgehoben. Als italienweit einziger zweisprachiger Hub fungiert das Südtiroler Innovationsnetzwerk als natürliche Brücke zum DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Diese Gegebenheit erleichtert den grenzüberschreitenden Austausch von Wissen und fördert die Zusammenarbeit von Menschen über Sprachbarrieren hinweg.

Landeshauptmann Kompatscher ersuchte Minister Urso abschließend, diese gesammelten Erfahrungswerte und die spezifischen Merkmale des Standortes Südtirol in die Bewertung einfließen zu lassen. Ziel der Landesregierung bleibt es, die gewachsenen Strukturen und die etablierte Zusammenarbeit zwischen Forschung und Arbeitswelt auch in Zukunft abzusichern.

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