Mit einer Investition von knapp 1,3 Millionen Euro startet das Land die Umweltsanierung. Für das Dorf bedeutet das die Rückgewinnung und Aufwertung eines zentralen Platzes.

Das ehemalige Bahnhofareal in Kaltern ist ein Stück Geschichte, das lange Zeit in einem gewissen Dornröschenschlaf lag. Doch wo alte Industrie- und Verkehrsflächen brachliegen, verbirgt sich oft das größte Potenzial für die künftige Entwicklung einer Gemeinde. Um diesem wichtigen Ortsteil neues Leben einzuhauchen, hat die Südtiroler Landesregierung nun auf Vorschlag von Landesrat Christian Bianchi die Weichen für eine umfassende Umweltsanierung des Geländes nahe der „Kellerei Kaltern“ gestellt.
Wenn Flächen mitten in einem Ort lange ungenutzt bleiben oder mit den Altlasten der Vergangenheit belastet sind, wirkt sich das oft auf das gesamte Ortsbild aus. Der Beschluss, das ehemalige Bahnhofsgelände nun tiefgreifend von Grund auf zu sanieren, ist daher viel mehr als nur ein technischer Bauauftrag in den Akten der Verwaltung. Es ist ein spürbares Versprechen an die Bevölkerung von Kaltern, mit dem ohnehin knappen Raum verantwortungsvoll umzugehen und Brachland in etwas Positives zu verwandeln.
„Mit diesem Eingriff machen wir einen konkreten Schritt zur Aufwertung eines strategisch wichtigen Areals für Kaltern“, brachte es Landesrat Bianchi treffend auf den Punkt.
Für dieses wichtige Vorhaben nimmt das Land rund 1,27 Millionen Euro in die Hand. Dass diese Summe aus dem Landeshaushalt finanziert wird, unterstreicht, wie wichtig es der Politik ist, die Gemeinden bei solchen großen ökologischen und strukturellen Herausforderungen nicht alleinzulassen. Solche Summen sind gut investiertes Geld, denn sie fließen direkt in den Umweltschutz und die Neugestaltung des lokalen Lebensraums.
Bevor jedoch die ersten großen Baumaschinen anrollen und den Boden umwälzen, ist Sorgfalt gefragt. Mit der jetzigen Genehmigung der Landesregierung beginnt offiziell die genaue Planungsphase. Dies ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass die eigentliche Umweltsanierung später reibungslos, sicher und mit größtmöglicher Rücksicht auf die Anrainer und die Natur über die Bühne geht.
Für Kaltern bedeutet dieser formelle Startschuss vor allem eines: Vorfreude. Vorfreude darauf, dass ein brachliegendes Stück des Dorfes bald bereinigt wird und wieder zu einem echten, sauberen Mehrwert für das tägliche Leben im Überetsch heranwachsen darf.
