Regionale Entwicklung: 90 Prozent der EFRE-Gelder sind zugeteilt25 / 04 / 2026
Südtirol zieht positive Zwischenbilanz zur Nutzung der EU-Strukturfonds – Fokus auf Forschung, Innovation und Klimaschutz.
Die Südtiroler Landesverwaltung hat am 24. April 2026 im Rahmen einer Sitzung des Überwachungsausschusses für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eine Bilanz über den aktuellen Stand der Mittelvergabe gezogen. Demnach sind bereits 90 Prozent der zur Verfügung stehenden Gelder für den Programmplanungszeitraum 2021–2027 fest zugeteilt oder durch konkrete Projektaufrufe gebunden.
Das EFRE-Programm für Südtirol umfasst für diesen Zeitraum ein Gesamtvolumen von rund 231 Millionen Euro, die zu gleichen Teilen von der Europäischen Union, dem Staat und dem Land finanziert werden. Die hohe Zuteilungsquote zum jetzigen Zeitpunkt unterstreicht die effiziente Umsetzung der Förderstrategie, die darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken und den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu beschleunigen.
Die Schwerpunkte der bisherigen Zuteilungen liegen in folgenden Bereichen:
- Forschung und Innovation: Unterstützung von Unternehmen bei der Entwicklung neuer Technologien und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
- Digitalisierung: Ausbau der digitalen Infrastruktur und Förderung digitaler Dienste für Bürger und Unternehmen.
- Energieeffizienz und Klimaschutz: Investitionen in erneuerbare Energien, energetische Sanierungen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel.
- Nachhaltige Stadtentwicklung: Projekte zur Aufwertung städtischer Räume und zur Verbesserung der Lebensqualität in den Gemeinden.
Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigte sich erfreut über den zügigen Fortschritt: Die Mittel seien entscheidende Hebel, um Südtirol als innovativen und grünen Lebensraum weiterzuentwickeln. Durch die frühzeitige Zuteilung der Gelder könne sichergestellt werden, dass die Projekte zeitgerecht umgesetzt werden und ihre volle Wirkung für die lokale Wirtschaft und Gesellschaft entfalten. Die restlichen zehn Prozent der Mittel werden in den kommenden Monaten über gezielte Restrufe für spezifische Nischenbereiche vergeben.
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