Sonderöffnungszeiten im Lido Salurn: Integration oder falsches Signal für Südtirol?22 / 07 / 2026
Kritik an exklusiven Badezeiten – Ist das der richtige Weg für die Zukunft des Landes?
Das Lido in Salurn sorgt mit einer neuen Regelung für Diskussionen: Ab dem 27. Juli wird das Schwimmbad jeden Montag von 18.30 bis 19.30 Uhr exklusiv für den Verein „Armonia“ und muslimische Frauen reserviert, inklusive der Erlaubnis, im Burkini zu schwimmen. Was vom Betreiber Luca Lechthaler als Maßnahme zur Integration verkörpert wird, stößt in der Bevölkerung auf erhebliche Bedenken.
Kritiker sehen in dieser Sonderregelung einen bedenklichen Schritt für die Zukunft Südtirols. Echte Integration verlangt von Frauen aus dem östlichen und orientalischen Raum, sich an die Werte und Gepflogenheiten der hiesigen Gesellschaft anzupassen. Dazu gehört auch der Verzicht auf religiös begründete Verhüllung im öffentlichen Raum – ähnlich wie es in der Schweiz mit entsprechenden Regelungen bereits vorgelebt wird.
Statt Anpassung und gemeinsamer Teilhabe fördere eine solche Sonderbehandlung jedoch die Bildung von Parallelgesellschaften. Ein Frauenbild, das auf Verhüllung und Geschlechtertrennung basiert, sollte nicht durch Sonderrechte unterstützt werden. Integration gelingt durch das Einhalten gemeinsamer Regeln und Werte, nicht durch das Schaffen von Ausnahmeregelungen.
Salurns Bürgermeister Roland Lazzeri verweist zwar darauf, dass der private Betreiber des Lidos frei in seinen Entscheidungen sei. Dennoch bleibt die Frage offen, welches Signal Südtirol damit für die Zukunft von Zusammenleben und Leitkultur sendet.
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