Europäische Industrie erholt sich: Wachstum, Innovation und neue Märkte26 / 08 / 2026

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Europäische Industrie erholt sich: Wachstum, Innovation und neue Märkte26 / 08 / 2026

Europäische Industrie erholt sich: Wachstum, Innovation und neue Märkte<span class="hitradio-master-datum">26 / 08 / 2026</span>

Nach drei Jahren Rückgang steigt die Produktion 2025 um fast drei Prozent, dank Steuerentlastungen und Marktöffnung

Die Europäische Union verzeichnet im Jahr 2025 erstmals seit 2022 wieder ein Plus bei der Industrieproduktion. Laut Eurostat ist der Wert der Fertigungsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent gestiegen, nachdem 2023 und 2024 ein Rückgang zu verzeichnen war. Das Wachstum signalisiert, dass die Branche trotz geopolitischer Spannungen und steigender Energiekosten wieder an Schwung gewinnt.

Alexander Rieper, Präsident des Südtiroler Unternehmerverbands, sieht in diesem Aufschwung die Bestätigung einer zielgerichteten Industriepolitik. Der Industrial Accelerator Act soll den Anteil der Industrie am EU‑BIP bis 2035 von 14,3 auf 20 Prozent erhöhen, während Freihandelsabkommen mit Mercosur und Indien neue Exportchancen eröffnen. Gleichzeitig betont er, dass ein stärker integrierter Binnenmarkt den Südtiroler Außenhandel erleichtern würde, da rund 70 Prozent der Exporte in EU‑Länder gehen.

Für die Zukunft fordert Rieper vor allem Steuerentlastungen und administrative Vereinfachungen. Eine Senkung des regionalen IRPEF‑Zuschlags sowie eine Reform der IRAP seien zentrale Hebel, um Unternehmen mehr Spielraum für Innovation, Produktivität und Energieeffizienz zu geben. Schnellere Genehmigungsverfahren auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene würden zudem die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Industrie in Südtirol und ganz Europa nachhaltig sichern.

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