Spronser Tal: Kampf um Straße im Naturschutzgebiet und Trinkwasserschutz01 / 09 / 2026

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Spronser Tal: Kampf um Straße im Naturschutzgebiet und Trinkwasserschutz01 / 09 / 2026

Spronser Tal: Kampf um Straße im Naturschutzgebiet und Trinkwasserschutz<span class="hitradio-master-datum">01 / 09 / 2026</span>

Bürgermeister drängt auf Fahrstraße, doch Umweltverbände warnen vor ökologischen Schäden und Gefahr für die Trinkwasserversorgung

Im Naturpark Texelgruppe plant die Alminteressentschaft Sprons gemeinsam mit Bürgermeister Christoph Pircher aus Tirol den Bau einer 3,5 km langen Fahrstraße durch das unberührte Spronser Tal. Die Straße soll 3,5 Meter breit werden und das Tal von der Örtlichkeit „Farm“ bis zur Unteren Alm verbinden, was massive Eingriffe in Landschaft und Ökosystem bedeutet.

Eine Exkursion der Initiativgruppe „Pro Seilbahn“, des Heimatschutzvereins Meran und von AmUm MeranO offenbarte die gravierenden Folgen: hohe Stützmauern, Lawinenschutzbauten und Eingriffe in steiles Terrain unterhalb der Bockerhütte. Johannes Ortner vom Heimatschutz betonte, dass die Straße das Herzstück des Wanderparadieses zerschneiden und motorisierten Verkehr zulassen würde. Damit würden Lebensräume von seltenen Pflanzen und Tieren unwiederbringlich zerstört.

Als umweltfreundliche Alternative schlagen Hansjörg und Heinrich Vieider die Modernisierung der bestehenden Materialseilbahn vor, die ohne große Eingriffe auskäme und zudem höhere Fördermittel vom Land ermöglichen könnte. Ingrid Karlegger von AmUm MeranO wies darauf hin, dass das Projekt in Quellhorizonte eingreift und damit die Trinkwasserversorgung von Dorf Tirol und Teilen Merans gefährden könnte.

Der Heimatpflegeverband Südtirol fordert volle Transparenz: Die Gemeinde Tirol soll sämtliche ökologischen, finanziellen und sozialen Auswirkungen offenlegen und den Nutzen der Seilbahn-Option gegenüber dem Straßenbau prüfen. Angesichts bereits erschlossener 85 % der Almen sei ein Eingriff in den Naturschutzpark ein unverhältnismäßiges Risiko, das das Spronser Tal nicht ertragen darf. Die Entscheidung werde die Zukunft der Region maßgeblich bestimmen.

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