Wasser speichern, Wald schützen: Lokale Lösungen für die Zukunft02 / 09 / 2026
Umweltorganisation warnt vor Speicherbecken im Wald und fordert standortgerechte, naturverträgliche Bewässerungsstrategien für die Landwirtschaft in der Region
Nach einem heißen, trockenen Sommer wird in Südtirol erneut über den Bau zusätzlicher Speicherbecken für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen diskutiert. Während Landwirte dringend mehr Wasserreserven fordern, erinnert die Umweltorganisation „unserwald_ilnostrobosco“ eindringlich daran, dass Waldflächen nicht geopfert werden dürfen. Der Wald sei ein natürlicher Wasserspeicher, der bei Starkregen große Mengen aufnehmen und in Trockenzeiten langsam wieder abgeben könne.\n\nDie Stellungnahme betont, dass Speicherbecken nur dort sinnvoll seien, wo sie mit anderen Nutzungen vereinbar sind – vor allem im reinen Landwirtschaftsgebiet. Im Wald würden große Becken das Terrain versiegeln, Zufahrten und Leitungen nötig machen und die ökologische Funktionsfähigkeit des Waldes für den Wasserhaushalt beeinträchtigen. Stattdessen sollte Starkregen dort genutzt werden, wo er wenig Verunreinigungen enthält, während der Wald als natürlicher Puffer dient.\n\nAuch die Forderung nach beschleunigten Genehmigungsverfahren bleibt umstritten: Ohne ausreichendes Personal und sorgfältige Umweltprüfungen könnten Projekte von geringer Qualität entstehen. Die Organisation fordert daher eine gründliche Prüfung und den Einsatz naturnaher, gemeinschaftlicher Lösungen, um Wasser zu speichern, ohne den Wald zu opfern. Nur so könne Südtirols Wasserhaushalt langfristig gesichert werden.
Offizielle Pressepartner
