Südtirol fördert Prüfstellen: Nachhaltiger Pflanzenschutz durch moderne Geräte09 / 09 / 2026 | Robert
Die Landesregierung unterstützt Landwirte mit bis zu 50 % Zuschuss für neue und modernisierte Funktionskontrollen von Sprühgeräten, um Abdrift zu reduzieren.
Am 4. September hat die Südtiroler Landesregierung, auf Vorschlag des Landwirtschaftslandesrats Luis Walcher, die finanzielle Förderung von Prüfstellen für Funktionskontrollen von Pflanzenschutz‑Anwendungsgeräten beschlossen. Ziel ist, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln präziser zu steuern, Umweltauswirkungen zu verringern und die Wasserqualität zu schützen.
Ein zentraler Gedanke ist, dass Mittel nur dort eingesetzt werden, wo sie wirklich nötig sind. Durch regelmäßige, fachgerechte Kontrollen der Spritzgeräte soll die Gefahr von Abdrift – das unbeabsichtigte Absetzen von Chemikalien auf benachbarten Flächen oder in Gewässern – minimiert werden. Dafür braucht es moderne Prüfstellen, die sowohl neue als auch bereits bestehende Anlagen technisch auf den neuesten Stand bringen.
Förderfähig sind landwirtschaftliche Beratungs- und Maschinenringe, deren Verbände, Hersteller sowie Werkstätten mit Sitz in Südtirol. Die Zuschüsse decken bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben, wobei mindestens 30 000 Euro investiert werden müssen und ein Jahresobergrenze von 150 000 Euro pro Prüfstelle gilt. Anträge können vom 15. Februar bis zum 30. September beim Landesamt für Obst‑ und Weinbau sowie beim Landespflanzenschutzdienst eingereicht werden, inklusive Projektbeschreibung, Zeitplan und Kostenplan.
Mit dieser Maßnahme will Südtirol nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit seiner Agrarwirtschaft stärken, sondern auch ein klares Signal für nachhaltige Praxis setzen – ein Schritt, der langfristig sowohl Landwirte als auch die Umwelt profitieren lässt.
Offizielle Pressepartner
