Grenzen setzen, Gerechtigkeit sichern: Zukunft des Südtiroler Tourismus16 / 09 / 2026  |  Robert

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Grenzen setzen, Gerechtigkeit sichern: Zukunft des Südtiroler Tourismus16 / 09 / 2026  |  Robert

Grenzen setzen, Gerechtigkeit sichern: Zukunft des Südtiroler Tourismus<span class="hitradio-master-datum">16 / 09 / 2026  |  Robert</span>

Auf der EBCA‑Tagung in Brixen fordern Experten bessere Löhne, leistbaren Wohnraum und klare Grenzen für nachhaltigen Tourismus.

Der Tourismus ist das wirtschaftliche Rückgrat Südtirols, schafft Wohlstand und Arbeitsplätze, belastet aber zugleich Wohnraum, Verkehr und die Landschaft. In Brixen trafen sich Vertreter aus neun EU‑Ländern und der Schweiz, um über Wege zu einem sozial verträglichen Tourismus zu diskutieren.

Vom 10. bis 12. September diskutierten 49 Teilnehmende in der Cusanus‑Akademie über faire Arbeitsbedingungen, existenzsichernde Löhne und die Notwendigkeit, touristische Entwicklung räumlich zu begrenzen. Die Forderungen umfassten leistbaren Wohnraum für Einheimische und verbindliche Beteiligung der Bevölkerung an Planungsprozessen.

Südtirol verzeichnete 2025 rund 38,2 Millionen Übernachtungen, wobei der Tourismus elf Prozent der direkten Wertschöpfung ausmacht. In einer öffentlichen Podiumsdiskussion betonten über 150 Besucher die wirtschaftliche Bedeutung, warnten jedoch vor langen Arbeitszeiten, Saisonabhängigkeit und steigenden Mietpreisen. „Ein Tal ist nicht lebendig, weil seine Hotels voll sind“, sagte Hotelier Michil Costa.

Die EBCA schloss mit einer Erklärung, die existenzsichernde Löhne, faire Arbeitsverhältnisse und den Schutz natürlicher Ressourcen fordert. Tourismus dürfe kein Selbstzweck sein, der Landschaften ausbeutet und Arbeitnehmer überlastet.

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