Genetische Schlüssel enthüllen Borkenkäfer‑Explosion im wärmeren Klima und forstwirtschaftliche Risiken19 / 09 / 2026 | Robert
Neue Genmarker ermöglichen präzises Monitoring und frühzeitige Risikoabschätzung bei mehrgenerationenfähigen Buchdrucker‑Populationen im Alpenraum unter den Einfluss des Klimawandels
Ein internationales Team aus Bozen, Göttingen und weiteren Partnern hat die genetischen Grundlagen entdeckt, die dem Buchdrucker‑Borkenkäfer erlauben, bei milden Wintern mehrere Generationen zu produzieren. Die Forschung erklärt, warum sich die Schäden in den Alpen in den letzten Jahren dramatisch erhöht haben und verbindet das Phänomen eindeutig mit dem fortschreitenden Klimawandel.
Durch Vergleich von Populationen aus Skandinavien und Mitteleuropa, unterstützt von BOKU Wien, der Jagellonian University und der University of Colorado Denver, identifizierten die Wissenschaftler spezifische Gene, die die Diapause‑Strategien steuern. Statistische Analysen und maschinelles Lernen zeigten, welche genetischen Marker das mehrgenerationenfähige Verhalten auslösen. Feldstudien bestätigten, dass nördliche Käfer meist eine Generation pro Jahr durchlaufen, während mittlere Lagen bereits zwei bis drei Generationen erzeugen können.
Die neuen Erkenntnisse bieten Südtirol wichtige Werkzeuge für ein gezieltes Monitoring. Durch das Aufspüren der Risikogene lassen sich Hotspots in höheren Lagen identifizieren, bevor massive Schäden entstehen. Die Studie legt damit den Grundstein für angepasste Forststrategien und ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Genetik und Klimawandel.
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