Südtirol nutzt neue Tarifzone: Chance für günstigeren Strom30 / 09 / 2026  |  Robert

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Südtirol nutzt neue Tarifzone: Chance für günstigeren Strom30 / 09 / 2026  |  Robert

Südtirol nutzt neue Tarifzone: Chance für günstigeren Strom<span class="hitradio-master-datum">30 / 09 / 2026  |  Robert</span>

Italiens Strommarktreform eröffnet Südtirol die Möglichkeit, eigene Preise zu setzen und die hohen Kosten zu senken

Italien plant ab 2027 eine grundlegende Reform des Strommarktes. Die Regulierungsbehörde ARERA will die bisherigen Tarifzonen auflösen und stattdessen lokale Marktzonen einführen, die den nationalen Einheitspreis PUN ersetzen sollen. Ziel ist, die Preisbildung stärker an regionalen Produktionsbedingungen auszurichten – ein Schritt, der insbesondere für Regionen mit hoher Erneuerbare‑Energie‑Quote interessant ist.

Der Südtiroler Abgeordnete Andreas Leiter Reber nutzt diese Gelegenheit und fordert eine eigene Tarifzone für das Land. Trotz doppelter Stromproduktion im Vergleich zum Eigenverbrauch habe Südtirol bislang kaum Einfluss auf die italienischen Strompreise, die nach wie vor stark an die Gaspreise gekoppelt sind. Eine lokale Preiszone könnte die Hälfte des Verbraucherpreises, die auf den effektiven Energiepreis entfällt, deutlich senken.

Im Oktober will Leiter Reber im Landtag die Landesregierung auffordern, aktiv mit ARERA zu verhandeln und das Anliegen in den relevanten Ausschüssen zu pushen. Während Netzentgelte und Steuern unverändert bleiben, könnte eine eigenständige Tarifzone Südtirols Haushalte und Wirtschaft entlasten und die heimische Wasserkraft besser monetarisieren. Beobachter sehen darin einen wichtigen Schritt zur Energieautonomie des autonomen Provinzlandes.

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