Neuer provisorischer Sitz des Landesgerichts: Justiz kehrt nach 77 Tagen zurück03 / 10 / 2026  |  Robert

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Neuer provisorischer Sitz des Landesgerichts: Justiz kehrt nach 77 Tagen zurück03 / 10 / 2026  |  Robert

Neuer provisorischer Sitz des Landesgerichts: Justiz kehrt nach 77 Tagen zurück<span class="hitradio-master-datum">03 / 10 / 2026  |  Robert</span>

Nach dem Einsturz des Gerichtsgebäudes wird in Bozen ein temporäres Gebäude eröffnet, das den vollen Gerichtsbetrieb wieder aufnimmt.

Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, wurde in der Südtiroler Straße 50 der neue provisorische Sitz des Landesgerichts Bozen feierlich übergeben. Siebzig‑sieben Tage nach dem teilweisen Einsturz des alten Gerichtsgebäudes markiert die Übergabe die vollständige Wiederaufnahme der gerichtlichen Tätigkeit, die bereits am Vormittag wieder aufgenommen wurde. Die Veranstaltung zog zahlreiche Medienvertreter an, die das Wiedererstarken der Institution dokumentierten.

Auf einer Fläche von 4.400 Quadratmetern wurden fünf identische Gerichtssäle nachgebaut, sodass das neue Objekt sämtliche Funktionen des alten Gebäudes abdeckt. Bei der Eröffnung waren Landeshauptmann Arno Kompatscher, Hochbau‑ und Vermögenslandesrat Christian Bianchi, Präsidentin des Landesgerichts Francesca Bortolotti sowie zahlreiche weitere Vertreter aus Verwaltung und Justiz anwesend.

Landesrat Bianchi betonte die rasche Mobilisierung: Bereits am Tag des Einsturzes wurde eine Ausschreibung veröffentlicht, innerhalb von drei Tagen gingen zwanzig Angebote ein. Kompatscher dankte allen Beteiligten für den unermüdlichen Einsatz und kündigte an, dass die langfristige Planung für den Neubau des Gerichtsgebäudes weiter voranschreite. Präsidentin Bortolotti hob die Widerstandskraft des Verwaltungspersonals hervor.

Die Wiederaufnahme der Prozesse am 1. Oktober signalisiert nicht nur die Funktionsfähigkeit der Justiz, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Südtiroler Gemeinschaft. Während das provisorische Gebäude zunächst als Übergangslösung dient, bleibt das Ziel klar: ein modernes, sicheres Gerichtsgebäude, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. Bürgerinnen und Bürger zeigten sich erleichtert und blickten zuversichtlich in die Zukunft, in der das Justizsystem wieder vollständig funktionsfähig ist.

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