Einheitlicher Betreuungspfad: Südtirol erleichtert Rauchentwöhnung für alle ab 202710 / 10 / 2026 | Robert
Ab dem 1. Januar 2027 erhalten Raucherinnen und Raucher jeden Alters kostenfreie, individuell abgestimmte Unterstützung im neuen Landesprogramm.
Die Südtiroler Landesregierung hat ein neues Gesetz verabschiedet, das ab dem 1. Januar 2027 einen einheitlichen, multidisziplinären Betreuungspfad für die Rauchentwöhnung einführt. Damit wird die seit 2005 geltende Regelung abgelöst und ein flächendeckendes Angebot geschaffen, das sowohl Zigaretten als auch E‑Zigaretten und andere Nikotinprodukte abdeckt. Gesundheitslandesrat Hubert Messner betont, dass professionelle Hilfe den Unterschied zwischen Erfolg und Rückfall ausmachen kann.
Im neuen Pfad beginnen Fachkräfte mit einer gründlichen Einschätzung von Abhängigkeit und Motivation. Auf dieser Basis wird gemeinsam ein individueller Therapieplan entwickelt, der Beratung, psychologische Unterstützung, gegebenenfalls Psychotherapie und medikamentöse Optionen umfasst. Geplant sind acht bis zehn Sitzungen sowie Nachkontrollen nach drei, sechs und zwölf Monaten, um den Fortschritt zu prüfen und Rückfällen vorzubeugen. Die strukturierte Begleitung soll sicherstellen, dass jede Person die passende Intensität der Behandlung erhält.
Für alle in Südtirol wohnhaften Personen und für im Landesgesundheitsdienst Eingeschriebene entfallen ab 2027 die bisherigen Zuzahlungen von 36,15 Euro – Jugendliche unter 18 waren bereits kostenfrei. Der Zugang erfolgt eigeninitiativ, über ärztlichen Rat oder direkt über das landesweite Netzwerk, ohne Rezeptpflicht. Im Jahr 2025 wurden bereits 321 Betroffene betreut; das erweiterte Angebot soll diese Zahl deutlich steigern und langfristig die Raucherquote senken.
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