Südtirols Wirtschaft kämpft mit Arbeitskräftemangel und Integration für Zukunft13 / 10 / 2026  |  Robert

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Südtirols Wirtschaft kämpft mit Arbeitskräftemangel und Integration für Zukunft13 / 10 / 2026  |  Robert

Südtirols Wirtschaft kämpft mit Arbeitskräftemangel und Integration für Zukunft<span class="hitradio-master-datum">13 / 10 / 2026  |  Robert</span>

Der Unternehmerverband fordert mehr Zuwanderung, weibliche Teilhabe und flexible Rentenmodelle, um den drohenden Fachkräftemangel zu bewältigen

Südtirol steht vor einem demografischen Wandel, der in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren zu einem Mangel von rund 30 000 Arbeitskräften führen wird. Deshalb ist es unerlässlich, junge Talente im Land zu halten, Rückkehrer aus dem Ausland zu gewinnen, Frauen stärker in den Arbeitsmarkt zu integrieren und gleitende Übergänge in den Ruhestand zu ermöglichen. Ohne diese Maßnahmen droht die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu schwächeln.

Der Unternehmerverband Südtirol betont, dass Unternehmen bereits täglich Verantwortung übernehmen. In den Mitgliedsbetrieben arbeiten Menschen aus etwa hundert Nationen; sie organisieren Sprachkurse, unterstützen bei der Wohnungssuche und begleiten neue Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Eingliederung. Durch solche Initiativen entstehen Begegnungsräume, in denen unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen und ein gemeinsames Arbeitsklima gefördert wird.

Dennoch können Unternehmen nicht alle Aufgaben der öffentlichen Hand übernehmen. Die Bereitstellung von Wohnraum, die Finanzierung von Bildungs- und Betreuungsangeboten sowie die Unterstützung kultureller Projekte müssen von Staat und Gemeinden getragen werden. Die Wirtschaft schafft sichere Arbeitsplätze, zahlt faire Löhne und generiert Wertschöpfung, die einen wesentlichen Beitrag zum Landeshaushalt leistet. Nur ein gemeinsames Handeln von Unternehmen, Politik und Gesellschaft kann Südtirols Wohlstand und soziale Sicherheit langfristig sichern.

Um die demografische Herausforderung zu meistern, fordert der Verband konkrete politische Maßnahmen: vereinfachte Zuwanderungsprozesse, gezielte Förderprogramme für weibliche Fachkräfte und Anreize für ältere Beschäftigte, länger im Arbeitsleben zu bleiben.

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