Pflichtkurs für Privatzimmervermieter: Bürokratie oder notwendige Qualitätssicherung im Südtirol13 / 10 / 2026 | Robert
Team K kritisiert die teuren 80‑Stunden‑Schulungen, fordert Abschaffung und mehr Unterstützung für traditionelle Gastgeber in Südtirol bei der Tourismusbranche
Seit Generationen prägen private Zimmervermieter in Südtirol den Tourismus mit persönlicher Gastfreundschaft. Nun verlangt der Staat, dass jeder, der ein solches Zimmer neu übernimmt, einen 80‑Stunden‑Kurs absolviert, dessen Kosten zwischen 1.500 und 3.000 Euro liegen. Viele Vermieter sehen diese Vorgabe als realitätsfern und als Belastung für Familienbetriebe.
Das Team K bezeichnet die Maßnahme als unnötige Bürokratie. Während Hoteliers und Pensionen von vergleichbaren Auflagen ausgenommen sind, müssen Privatvermieter hohe Kursgebühren zahlen – und das sogar rückwirkend für Betriebe, die seit August 2022 aktiv sind. Zudem profitieren Mitglieder des Verbandes der Privatvermieter von deutlich günstigeren Kursen, was den Eindruck eines faktischen Monopols erweckt.
Ein offener Brief von 24 Tourismusorganisationen kritisiert die rückwirkende Anwendung und fordert stattdessen strengere Kontrollen illegaler Kurzzeitvermietungen. Paul Köllensperger vom Team K schlägt vor, Ortspolizei und Gemeinden stärker zu unterstützen, anstatt Gastgeber mit zusätzlichen Kosten zu belasten. Die Qualität der Vermieter, so das Team, wird bereits durch Gästebewertungen im Internet reguliert.
Angesichts der breiten Ablehnung fordert das Team K die Abschaffung des Pflichtkurses und setzt sich für pragmatische Lösungen ein, die den traditionellen Südtiroler Gastgebern gerecht werden.
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