Kaltern übernimmt Tertiarkloster – Zukunft für historisches Kulturerbe gesichert17 / 10 / 2026 | Robert
Der Gemeinderat beschließt den Kauf mit Eigenmitteln, um das Kloster für gemeinnützige Projekte und Bürgernähe zu nutzen
Der Gemeinderat von Kaltern hat mit zwölf Ja- und vier Nein-Stimmen das Vorkaufsrecht für das historische Tertiarkloster in Mitterdorf aktiviert. Damit soll das bedeutende Bauensemble aus kommunale Hand genommen und langfristig gesichert werden. Die Entscheidung wird von den Bündnis‑Kaltern-Politikern Dietmar Zwerger und Walter Bernard als wichtiger Schritt für den Erhalt des Kulturerbes gelobt und für die zukünftige Nutzung in den Fokus der Gemeinde gerückt. Die Abstimmung spiegelt das wachsende Interesse der Bevölkerung an der Bewahrung lokaler Geschichte wider.
Vor dem Beschluss standen intensive Verhandlungen mit der Vinzenzgemeinschaft, die jedoch keinen Kompromiss fanden. Die Gemeinde bot Eigenmittel für den Ankauf an, aber die Organisation lehnte das Angebot ab. Trotz dieser Hürde bleibt Kaltern gesprächsbereit und will gemeinsam mit Vereinen und Bürgern ein Nutzungskonzept erarbeiten. Vorgeschlagen wird ein Mix aus kulturellen Veranstaltungen, Bildungsangeboten und sozialem Wohnraum, der das Areal lebendig macht. Damit soll ein Ort entstehen, der sowohl Tradition als auch Innovation verbindet.
Das Bündnis Kaltern hat angekündigt, den Prozess aktiv zu begleiten und Transparenz sowie breite Beteiligungsmöglichkeiten zu garantieren. Zwerger und Bernard betonen, dass das Kloster nicht nur ein Denkmal, sondern ein Gewinn für die gesamte Gemeinde werden soll. Durch Workshops, Bürgerforen und Online‑Plattformen soll jede Stimme Gehör finden. Wenn das Projekt gelingt, könnte Kaltern ein Vorbild für kommunale Kulturförderung in Südtirol setzen. Langfristig könnte das Areal auch als Standort für regionale Künstlerresidenzen und nachhaltige Tourismusangebote dienen, was zusätzliche Impulse für die lokale Wirtschaft schaffen würde.
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