Land reformiert Senioren-Zuschuss: ISEE wird neue Berechnungsgrundlage ab 202707 / 11 / 2026 | Robert
Ab 2027 erhalten über 65-Jährige mit niedrigem ISEE gestaffelte Zuschüsse, unabhängig von Rentenhöhe, zur Sicherung des Existenzminimums
Im Sommer 2026 wurde mit Sozialpartnern über die Zukunft der Seniorenhilfe verhandelt. Im November hat die Landesregierung unter Leitung von Sozial- und Seniorenlandesrätin Rosmarie Pamer beschlossen, das bisherige System zu überarbeiten. Im Jahr 2026 profitieren 2 834 Personen über 65 von einer Landesleistung von 9,61 Millionen Euro, doch die bisherige Einkommensgrenze von 1 000 Euro monatlich wird nun abgeschafft.
Neu wird die Unterstützung an alle Haushalte gezahlt, in denen Personen über 65 wohnen und deren ISEE unter 20 000 Euro liegt. Die monatlichen Zuschüsse werden gestaffelt: 150 Euro, 250 Euro oder 350 Euro, abhängig vom ISEE‑Wert. Der Rentenbezug spielt künftig keine Rolle mehr. Zusätzlich erhalten langjährige Beitragszahler, die mindestens 20 Jahre Pflichtversicherungen geleistet haben, höhere Beträge. Bei mehreren über 65‑Jährigen im selben Haushalt wird der Betrag mit dem Faktor 1,3 erhöht.
Die Reform soll die Zielgenauigkeit erhöhen und das Existenzminimum älterer Menschen besser sichern. Kritiker warnen vor möglichen Budgetbelastungen, während Befürworter die soziale Gerechtigkeit betonen. Die neue Regelung wird 2027 wirksam und ist ein bedeutender Schritt zur Anpassung der Sozialpolitik an demografische Veränderungen in Südtirol.
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