Land Südtirol unterstützt die Rai-Initiative ‚No Women – No Panel‘28 / 08 / 2024
Die Landesregierung hat ein Einvernehmensprotokoll genehmigt, das sich für eine ausgewogene Darstellung der Geschlechter in den Medien einsetzt und die Sichtbarkeit von Frauen in öffentlichen Diskussionen stärkt.

Das Land Südtirol setzt sich entschieden für die Gleichstellung der Geschlechter in Medien und öffentlicher Diskussion ein. Die Landesregierung hat am 26. August beschlossen, der Initiative „No Women – No Panel“ der Rai beizutreten und diese landesweit zu unterstützen. Landeshauptmann Arno Kompatscher wird das entsprechende Einvernehmensprotokoll unterzeichnen, um die Teilnahme des Landes an der Initiative offiziell zu machen.
Landeshauptmann Kompatscher betont: „Mit diesem Schritt bekräftigen wir unser Engagement für eine gerechte und ausgewogene Darstellung der Geschlechter in der medialen Berichterstattung und in öffentlichen Diskussionen. Frauen müssen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens sichtbar und repräsentiert sein. Diese Initiative ist ein wichtiger Fortschritt hin zu einer Gesellschaft, in der Geschlechtergerechtigkeit Realität wird.“
Der Beitritt zur „No Women – No Panel“-Initiative ist Teil des Gleichstellungsaktionsplans Ӕquitas, den das Land Südtirol entwickelt hat, um die Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Der Plan umfasst acht Handlungsfelder und orientiert sich auch an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.
Die Kampagne „No Women – No Panel“ wurde 2018 von der damaligen EU-Kommissarin Mariya Gabriel ins Leben gerufen, um die gerechte Vertretung von Frauen in Gremien und bei öffentlichen Veranstaltungen sicherzustellen. Seit 2022 hat die Rai die Initiative auf regionaler Ebene vorangetrieben, um diese Prinzipien in Italien zu verbreiten.
Bereits zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Organisationen in Italien haben sich der Initiative angeschlossen. Auch die Freie Universität Bozen und die Gemeinde Bozen haben kürzlich ihren Beitritt beschlossen und werden das Memorandum gemeinsam mit dem Land Südtirol unterzeichnen. Um die Prinzipien von „No Women – No Panel“ noch stärker in Südtirol zu verankern, plant das Land, weitere lokale Akteure einzubeziehen. Am 19. September werden bei einem Netzwerktreffen des Landesbeirats für Chancengleichheit über 50 Organisationen, Verbände und Vereine ein weiteres Protokoll unterzeichnen, um sich zu verpflichten, eine ausgewogene Darstellung der Geschlechter bei Veranstaltungen und in der Berichterstattung zu gewährleisten.
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