Kunstpreis für mehr Sichtbarkeit03 / 03 / 2026

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Kunstpreis für mehr Sichtbarkeit03 / 03 / 2026

Kunstpreis für mehr Sichtbarkeit<span class="hitradio-master-datum">03 / 03 / 2026</span>

Erstmals wurde ein Preis für Kunstschaffende mit Behinderungen verliehen – die Heimatgemeinde von Georg Paulmichl richtet alle zwei Jahre eine Preisverleihung aus. Am 28. Februar wurde in Prad am Stilfserjoch der erste Preis vergeben, der an einen bedeutenden Prader erinnert und auf Kunst von Menschen mit Behinderungen aufmerksam macht. Elmar Rufinatscha ist der erste Preisträger, initiiert von der Sozialbetreuerin Sophie Wastian und künftig alle zwei Jahre von Land und Gemeinde Prad am Stilfserjoch verliehen. Kulturlandesrat Philipp Achammer betont: „Dieser Preis anerkennt die Kreativität von Menschen mit Behinderung und schafft Sichtbarkeit im öffentlichen Raum.“

Landesrat Achammer war bei der Preisverleihung in Prad dabei. Preisträger Elmar Rufinatscha wurde dabei für seine Texte, die auch in der Bezirkszeitung „Der Vinschger“ als Glossen erschienen, ausgezeichnet. Über Rufinatschas Schaffen sagt Landesrat Achammer: „Die Texte halten unserer Gesellschaft ungezwungen den Spiegel vor und entfalten ihre Wirkung oft erst im Nachhinein, indem sie zum Reflektieren und Auseinandersetzen anregen – fernab von Schubladen oder Erwartungen. Und genau darin liegt ihre Stärke. Das besondere an den Texten dieser Sammlung – und so auch dem Autor – ist, dass sie nicht gefallen oder beeindrucken, sondern zeigen wollen, was sie zu sagen haben. Sie lassen uns verstehen, wie Worte Barrieren überwinden können: Nicht durch Vereinfachung, sondern durch detailreiche Beobachtungen und lebhafte Beschreibungen von Situationen, die wir alle kennen.“

Der Preis ist nach dem Maler und Schriftsteller Georg Paulmichl benannt, der in der Prader Werkstatt für Menschen mit Behinderung künstlerisch tätig war. 2007 verlieh ihm seine Heimatgemeinde Prad am Stilfserjoch die Ehrenbürgerschaft, bereits 1993 hatte er den Förderpreis der Basler Goethestiftung und 1997 die Hand-Prinzhorn-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Kunst und Psychopathologie erhalten. Im April 2007 erhielt Georg Paulmichl zudem das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. 2020 verstarb Paulmichl im Alter von 59 Jahren an den Folgen seiner Parkinsonkrankheit.

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