Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages in Bozen30 / 04 / 2026
Delegation informiert sich über Inklusion von Menschen mit Behinderung – Südtirol als europäische Vorzeigeregion gewürdigt.
Eine Delegation des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages hat am 28. April 2026 die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen besucht. Im Zentrum des Austauschs mit Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof stand die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen. Die deutsche Delegation, angeführt vom Ausschussvorsitzenden Bernd Rützel (SPD), informierte sich dabei über die Südtiroler Best-Practice-Modelle, die international als beispielhaft gelten.
Das Treffen fand symbolträchtig in der „Landhausbar“ in Bozen statt. Diese Einrichtung wird von der Sozialgenossenschaft Renovas geführt und bietet Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt eine professionelle Begleitung sowie eine reguläre, bezahlte Beschäftigung. Dieser Praxisbezug ermöglichte den Abgeordneten einen direkten Einblick in die konkrete Umsetzung inklusiver Arbeitsmodelle in Südtirol.
Landesrätin Amhof erläuterte die Strategien der Südtiroler Landesregierung, die nicht nur auf die bloße Vermittlung von Arbeitsplätzen abzielen, sondern auch eine angemessene Entlohnung und soziale Absicherung garantieren. In Südtirol ist die Inklusion am Arbeitsplatz eng mit einem Netzwerk aus Sozialgenossenschaften und privaten Unternehmen verzahnt, was zu einer vergleichsweise hohen Beschäftigungsquote unter Menschen mit Beeinträchtigungen führt.
Der Besuch in Bozen war Teil einer größeren Informationsreise des Bundestagsausschusses. Nach dem Aufenthalt in Südtirol reiste die Delegation weiter nach Rom. Dort stehen weitere Fachgespräche mit italienischen Parlamentariern zu den Themen demografischer Wandel, die Zukunft der Rentensysteme und die Weiterentwicklung des europäischen Sozialstaats auf dem Programm.
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